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Augenoptiker im Isenhagener Pfarrhaus

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Das Pfarrhaus in Isenhagen wird künftig von der Fachakademie für Augenoptik genutzt.
Im Pfarrhaus (links) will die Landesinnung der Optiker künftig ihren Verwaltungstrakt unterbringen. © Boden, Holger

Isenhagen – Weil Pastorin Monika Krösche im März 2021 in den Ruhestand gegangen ist und ihre Pfarrstelle nicht mehr besetzt wird, stand das Pfarrhaus in Isenhagen leer. Das ist zwar nach wie vor so, doch im Spätsommer dieses Jahres wurde es an die Landesinnung der Optiker veräußert, wie es aus dem Vorstand der Kirchengemeinde Hankensbüttel heißt. Der Tenor dort: Es sollte jemand aus der Umgebung sein – und die Optikerinnung habe mit einem überzeugenden Konzept gepunktet. Einziehen wird nun also die Fachakademie für Augenoptik, die ohnehin nebenan in Isenhagen beheimatet ist. 2023 soll es soweit sein.

Pfarrhaus und -scheune für die Augenexperten

Wann genau, das weiß Akademie-Leiter Martin Biermann allerdings noch nicht – fehlt doch die kirchenrechtliche Genehmigung aus Hannover. „Im Grunde handelt es sich nur um eine Formalie. Wenn das aber durch ist, dann ziehen wir mit unserem Verwaltungstrakt ein“, gibt Biermann Auskunft. „Wir platzen aus allen Nähten und wollen daher im Pfarrhaus Büros einrichten.“

In der ebenfalls freigewordenen Pfarrscheune soll der Meisterkurs untergebracht werden. Ein Raum für Erwachsenenbildung, in dem laut Biermann auch eine Küche und Toiletten vorhanden sind. Nötig sei vorher allerdings noch eine Durchsicht des Gebäudes einschließlich Instandsetzung der Heizungsanlage.

„Sobald alles renoviert ist, beginnen wir mit dem Betrieb“, so Biermann, der zugleich auch an das Damenstift auf dem Gelände denkt: „Das Klosterleben soll nicht durch unsere Nutzung gestört werden.“

Was das Klosterhof-Museum betrifft, so verweist die Landesinnung der Optiker mit Sitz in Hannover darauf, dass ihr das Gebäude nicht gehört. Nur vereinzelt werde das Haus von ihrer Seite aus für Seminare genutzt. Vielmehr ist dort die BBS II des Landkreises Gifhorn untergebracht. Dieser sagt auf IK-Anfrage, dass dort – wie bisher – der Unterrichtsbetrieb der Augenoptikerschule abgehalten wird. Auch bestehe „kein inhaltlicher Zusammenhang zwischen dieser Nutzung und dem Erwerb von Gebäuden durch die Augenoptikerinnung im Zusammenhang mit der Fachakademie“.

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