Samtgemeinde: Philip Fuchs, Leiter der Jugendförderung, über aktuelle Herausforderungen und die intensive Arbeit

„Die Auffälligkeiten nehmen zu“

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Philip Fuchs (Mitte) sowie die Gäste aus Politik und Verwaltung bei der Eröffnung des Jugendkulturzentrums Kubus im Januar 2017: Der Leiter der Jugendförderung der Samtgemeinde Hankensbüttel berichtet in Bezug auf die aktuelle Situation, dass Kriminalität und Auffälligkeiten bei den Besuchern des Kubus zunehmen.

Samtgemeinde Hankensbüttel. Über die aktuellen Herausforderungen und die intensive Arbeit mit den Jugendlichen berichtete Philip Fuchs kürzlich dem Hankensbütteler Jugendausschuss.

Der Leiter der Jugendförderung der Samtgemeinde wies darauf hin, dass sich die Besucherstruktur im Jugendkulturzentrum Kubus stark verändere – und das bringe seine Schwierigkeiten für die tägliche Arbeit mit sich.

„Immer mehr Besucher haben Probleme zu Hause, in der Schule und im Freundeskreis“, schildert Fuchs. Die Kriminalität und Auffälligkeiten würden zunehmen. „Die Arbeit mit den Jugendlichen wird dadurch intensiver.“

Der Blick auf die Besucher-Statistik von Februar bis Mai im Kubus zeigt, dass deutlich mehr Jungen und Mädchen ab 14 Jahren vorbeigekommen sind. Es gibt laut Fuchs insgesamt eine Stamm-Besucherschaft von über 30 Kindern und Jugendlichen, der harte Kern (etwa 15 bis 20 junge Leute) kommt mehrmals die Woche.

Fuchs’ Schlussfolgerungen aus der aktuellen Situation: „Hinsichtlich der multidimensionalen Problemlagen ist eine Vernetzung dringend notwendig.“ Die Anforderungen an das Personal seien gestiegen, gleichzeitig sei geschultes Personal nicht zu finden. So ist nach dem Wegfall von Karin Helbig-Kinscher, die in den Ruhestand verabschiedet wurde, eine Erzieherstelle vakant – und es gibt keine Bewerber.

„Dadurch ist es der Jugendförderung nur schwer möglich, auf die Herausforderungen der sich verändernden Klientel zu reagieren und gleichzeitig die hohe Qualität der Angebote weiterhin sicherzustellen“, warnt Fuchs.

Von Paul Gerlach

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