Ausbau der Sprakensehler Ortsdurchfahrt für dieses Jahr geplant / Finanzierung steht

„Auf einem guten Weg“

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Im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße 4 in Sprakensehl wird beiderseits der Straße ein kombinierter Rad- und Fußweg gebaut.

Sprakensehl. Immer wieder wurden die Sprakensehler in den vergangenen Jahren vertröstet und der geplante Ausbau der Bundesstraße 4 im Zuge der Ortsdurchfahrt verschoben.

„Die Absicht, die Bundesstraße 4 auszubauen, besteht unverändert“, bestätigt Bernd Mühlnickel, Leiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt er.

Es gehe nun voran, denn die Sanierung der B 4 ist nach Aussage von Mühlnickel im Bauprogramm für dieses Jahr eingeplant. „Am Geld wird der Ausbau nicht scheitern“, macht der Straßenbauamts-Leiter auf Nachfrage des IK deutlich und versichert, dass er das Geld für die Finanzierung der Baumaßnahme schon zusammenbekommen werde.

Eine kleine Hürde muss allerdings noch genommen werden. Eine so genannte OD-Vereinbarung müssen die Gemeinde Sprakensehl und die Straßenbaubehörde unterschreiben. Doch daran soll der Ausbau nicht scheitern. Während der Ratssitzung am Montagabend im Schützenhaus in Masel (das IK berichtete) hatte Bürgermeisterin Christiane Fromhagen bekanntgegeben, dass diese Vereinbarung in den nächsten Tagen unterschrieben werden soll. Auf die Modalitäten habe man sich in intensiven Gesprächen geeinigt.

In der OD-Vereinbarung (OD steht für Ortsdurchfahrt) sind die Kosten und die Unterhaltungsfragen geregelt sowie festgelegt, dass ein kombinierter Rad- und Fußweg gebaut werden soll. Aus der Vereinbarung geht auch hervor, dass die Gemeinde für den Radweg eine Ablöse von 87 100 Euro erhält. Dieses Geld müsse allerdings wieder in die Baumaßnahme investiert werden, beugte die Bürgermeisterin möglichen Begehrlichkeiten vor.

Der Ausbau der Sprakensehler Ortsdurchfahrt wird in die Baumaßnahmen, die im Umfeld der B 4-Sanierung durchgeführt werden sollen, eingetaktet. Entsprechende Gespräche sollen Mitte Februar geführt werden, sagt Mühlnickel. Dann könne auch die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen.

Die Fahrbahndecke der Ortsdurchfahrt wird, wie gesagt, saniert. Außerdem sollen zusätzlich ein kombinierter Geh- und Radweg sowie drei Querungshilfen entstehen. An beiden Ortseingängen und in der Ortsmitte nahe des Gasthauses sieht die Planung jeweils eine Querungshilfe auf der stark befahrenen Straße vor. Der kombinierte Rad- und Fußweg verläuft auf beiden Straßenseiten. Dies soll die B 4 optisch verengen und beruhigen, was schlussendlich auch das Ziel der Maßnahme ist. Die Spuren für Linksabbieger bleiben erhalten.

Die Auffahrt zur Tankstelle und die Parkmöglichkeiten am Schnellrestaurant bleiben unverändert. Um die Optik noch weiter zu verbessern, können an den Rad- und Fußwegen Grünstreifen angelegt werden. Außerdem sollen neue Straßenlampen aufgestellt werden. Die Anlieger werden bezüglich der Gehwege und Laternen veranlagt.

Bevor die Bauarbeiten starten, wird es noch eine Anliegerversammlung in Sprakensehl geben. In vorherigen Versammlungen waren die Anlieger schon informiert worden, wüssten also Bescheid, was auf sie zukomnme.

Der Eindruck der „breiten Panzerstraße“ verschwindet damit, hatte Sprakensehls Bürgermeisterin Christiane Fromhagen immer wieder deutlich gemacht. Und die Freude ist riesengroß, dass es endlich losgehen soll mit dem Ausbau. Darauf warte man inzwischen schon beinahe acht Jahre. Immer wieder sei der Ausbau vom Bund wegen Geldmangels verschoben worden. Dass in diesem Jahr gebaut werde, sei auch im Hinblick auf die Dorferneuerung wichtig. Dreimal habe man die Maßnahme schon verlängern lassen, denn aus der Dorferneuerung sollen Fördermittel für die Installation der Laternen und den Bau des Fuß- und Radweges fließen.

Neben der Fahrbahn wird vom Abwasserverband auch die Entwässerung komplett erneuert. Die Kosten von 200 000 Euro für die Entwässerungskanäle übernimmt vollständig der Bund.

Von Walter Manicke

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