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Auf der Jagd nach dem Seepferdchen

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Kinder beim Schwimmfest der Hankensbütteler Karl-Söhle-Schule.
Geflüchtete Kinder können im Hankensbütteler Waldbad das Schwimmen erlernen. Und wer weiß: Vielleicht klappt es bei ihnen dann genauso gut wie bei diesen Juniorinnen und Junioren, die im Juli beim Schwimmfest waren. © Archiv

Hankensbüttel – Die Ukrainehilfe Hankensbüttel kooperiert auch weiterhin mit den Hankensbütteler Schwimmmeistern und bietet kostenlose Schwimmkurse für geflüchtete Kinder aus der Ukraine und anderen Ländern an. Seit 15. August und noch bis zum 2. September gibt es einen Kurs für Nicht-Schwimmer. Das hat Paul-Tobias König, Koordinator der Ukrainehilfe, auf IK-Anfrage bestätigt.

Bereits unter dem ehemaligen Schwimmmeister Patrick Westädt gab es im Hankensbütteler Waldbad Kurse, bei denen Anfänger das Seepferdchen oder den Freischwimmer machen konnten, also die Grundlagen des Schwimmens erlernten. Dieser Unterricht wurde nun in Form eines einzelnen Kurses weitergeführt. „Um das hinzubekommen, hat die Ukrainehilfe zur Mitte der Sommerferien Kontakt mit den zwei Schwimmmeistern aufgenommen. Dass es diesen Kurs gibt, ist mit ihnen und der Samtgemeinde Hankensbüttel abgesprochen“, so König, der von einem ausgebuchten Lehrgang spricht. So seien sechs Teilnehmer dabei – aus der Ukraine, aber auch aus Syrien.

Der Schwimmunterricht sei dabei für alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren vorgesehen. „Die meisten von ihnen kommen erst jetzt in die Schule, vorher hatten sie hier noch keinen Platz erhalten“, weiß König. Als außerschulisches Angebot liege die Organisation bei den Schwimmmeistern, die den Kurs kostenlos und ehrenamtlich in ihrer Freizeit betreuen.

Schwimmkurse wohl auch nächstes Jahr

Eine wichtige Aufgabe, wie König findet: „Es gibt immer wieder tödliche Badeunfälle. Mit dem Schwimmunterricht sind die Kinder und Jugendlichen nun aber besser auf die Gefahren vorbereitet.“ Die Schwimmmeister, die über die gesamte Badesaison von Mai bis September auch kostenpflichtige Kurse für alle Gäste anbieten, sollen laut König auch weiterhin für Geflüchtete da sein. „Es ist der grundsätzliche Wille vorhanden, dies auch weiterzuführen. Dazu sind sie mit der Ukrainehilfe und der Samtgemeinde auch in Gesprächen“, so König.

Was auch Samtgemeindebürgermeister Henning Evers bestätigt. „Ja, wir sind offen dafür, den Unterricht weiterzuführen. Es gibt vor Mai des nächsten Jahres Saisonvorbereitungsgespräche, wo dies definitiv auch ein Thema sein wird.“ Womöglich auch in der zeitlichen Struktur, die in diesem Jahr noch bis September Gültigkeit hat: „Da sind es tägliche Kurseinheiten von je einer halben Stunde, also über drei Wochen 15 Termine.“ Von Montag bis Freitag je ab 11.45 Uhr oder ab 13.15 Uhr nehmen laut Evers derzeit geflüchtete Kinder und Jugendliche am Schwimmunterricht teil. Und Evers ermutigt sie, auch in Zukunft vorbeizukommen: „Bei Interesse können sich Interessierte an der Kasse des Waldbads oder direkt bei den Schwimmmeistern melden.“

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