Verwaltung für Angebote vom privaten Markt offen / Menschen kommen vor allem aus Syrien

22 Asylbewerber in Samtgemeinde?

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Die Samtgemeinde Hankensbüttel wird im kommenden Jahr maximal 22 Asylbewerber aufnehmen.

Hankensbüttel. 263 zusätzlichen Asylbewerbern soll im nächsten Jahr ein vorübergehendes Zuhause im Landkreis Gifhorn geboten werden (das IK berichtete). Auch die Gemeinden sollen sich an der Unterbringung beteiligen.

Die Samtgemeinde wird wohl maximal 22 Asylbewerber aufnehmen. Dabei wird es sich zum großen Teil um Syrer handeln.

„Die Verwaltung hat selbst kaum Mietwohnungen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Daher werde sich auch auf dem privaten Markt umgeschaut. Die kommunalen Mietwohnungen in Steinhorst würden den Bedarf nicht abdecken. Die Zuweisung der Asylbewerber, die mit ihrer Familie oder auch als Einzelpersonen kommen, soll im Februar oder März erfolgen. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen die Wohnungen vorgehalten werden. „Wir sind ganz optimistisch, dass wir das schaffen“, sagt Taebel.

Ingrid Wrede (FDP) hatte bei der jüngsten Samtgemeinderatssitzung nachgefragt, ob es Vorschläge für die Mietpreise seitens des Landkreises gebe und ob diese ins Unendliche steigen könnten, wenn der Wohnraum knapp sei. „Es gibt Vergleichswerte: Sie richten sich nach der Familiengröße.“ Es gebe auch Mietpreisobergrenzen. „Der Landkreis entscheidet dann selbst über die Angebote.“ Wrede fragte auch nach den Voraussetzungen für den Wohnraum. „Es müssen angemessene Wohnungen sein. Das wird auch überprüft“, antwortete Taebel. Der Landkreis entscheide dann, ob die Wohnung passe. Der Ablauf sei so, dass sich entweder die Vermieter bei der Verwaltung in der Abteilung Planen und Bauen meldeten, oder die Verwaltung selbst aktiv nachfrage.

Die Wohnungen können laut Taebel auch nicht möbliert sein. Es werden unterschiedliche Wohnungsgrößen gesucht, es können auch ganze Häuser sein. Für die Kosten der Grundausstattung wie Küche, Herd oder Bad komme die Sozialhilfe auf. „Wir werden Betriebe mit der Lieferung und Installation der Geräte beauftragen“, kündigt Taebel an. Es würden Dauermietverträge vereinbart, aber die Asylbewerber dazu angehalten, sich eigenen Wohnraum zu suchen. Asylverfahren dauern laut Taebel in etwa zwei Jahre.

Die Samtgemeinde fungiert im Auftrag des Landkreises als Ansprechpartner für die Vermieter. Die Asylbewerber werden durch das Sozialamt des Landkreises betreut.

Von Paul Gerlach

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