Sprakensehl: Hündin frist Fleischbällchen, die Unbekannte in Garten werfen

Anschlag mit Rattengift

Die Berner Sennenhündin der Familie Waßmann in Sprakensehl hat vermutlich Rattengift gefressen, das Unbekannte aufs Grundstück geworfen haben. Foto: Privat

Sprakensehl. Erneut gibt es im Isenhagener Land einen Fall, in dem Unbekannte versucht haben, einen Hund mit Rattengift zu töten. Der Vorfall ereignete sich in Sprakensehl.

Der oder die Täter haben vermutlich Rattengift, das in Fleischbällchen verpackt war, über den Zaun auf das Grundstück der Familie Waßmann geworfen.

Nun hofft die Familie, dass der Berner Sennenhund den Giftanschlag überlebt, nachdem die Hündin am Montagabend kurz vor Mitternacht noch von einer Tierärztin vorsorgt worden war.

Die stellte am Montagabend nach Auskunft von Tierschützern und Carola Waßmann die Diagnose, dass das siebeneinhalb Jahre alte Tier an Symptomen einer Rattenvergiftung leiden würde. Die Diagnose bedeutet, dass das Tier das vergiftete Futter am Mittwoch vergangener Woche gefressen haben müsste.

„Die Wirkung der neuen Rattengifte tritt erst nach fünf bis sechs Tagen ein“, so der Tierschutz Isenhagener Land gegenüber dem IK. Wenn ein Tier Rattengift gefressen habe, würden folgende Symptome auftreten: Das Tier ist abgeschlagen, hat Fieber, ist kurzatmig und geht gekrümmt. Die Anzeichen sind ähnlich wie bei einem grippalen Infekt. Weitere Merkmale sind blutrote Schleimhäute, und auf dem Zahnfleischrand sind rote Flecken, die bei Druck bluten. Das, so Carola Waßmann auf IK-Nachfrage, treffe auch auf ihren Hund Sina zu.

Die vergifteten Fleischbrocken habe das Tier nur auf dem Grundstück fressen können, sagt Waßmann, denn Sina laufe nie allein außerhalb des Grundstückes herum. Wenn, dann werde der Berner Sennenhund an der Leine geführt, sagt die Mutter, die auch Angst um ihre Kinder hat.

Entdeckt man die Symptome bei seinem Hund, hilft nur noch eins, so die Tierschützer: „Sofort zum Tierarzt.“ Diese Regeln gelten natürlich auch für Halter von Katzen mit Freilauf.

Wer Beobachtungen gemacht hat, ob beispielsweise Köder ausgelegt wurden oder werden, sollte umgehend die Polizei benachrichtigen. Die Beamten in Hankensbüttel haben Ermittlungen im Sprakensehler Fall aufgenommen.

An alle Eltern richtet der Tierschutz Isenhagener Land den dringenden Appell, auch ihre Kinder auf diese Gefahr hinzuweisen.

Von Walter Manicke

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