Nach dem Raubüberfall in Hankensbüttel verfolgt die Polizei zwei heiße Spuren

Wer gab anonyme Hinweise?

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Der Unbekannte, der am 17. Februar zwei Geldbomben vor der Volksbank in Hankensbüttel erbeutet hat, wollte offenbar schon drei Tage vorher zuschlagen.

Hankensbüttel. Im Zusammenhang mit dem Raubüberfall am Freitag, 17. Februar, vor der Volksbank-Filiale in Hankensbüttel (das IK berichtete) verfolgt die Polizei Gifhorn zwei heiße Spuren.

Offenbar wollte der Unbekannte, der vor der Bank zwei Geldbomben erbeutete, schon drei Tage zuvor einen Raubüberfall in dem Luftkurort verüben. Der Mann wurde dabei jedoch gestört und flüchtete. Außerdem hat sich bei der Polizei ein anonymer Hinweisgeber gemeldet, der den Ermittlern einige interessante Informationen zu dem Überfall zukommen ließ.

Aufschlussreich sind nach Angaben der Polizei die Aufnahmen einer Überwachungskamera auf dem Gelände der Raiffeisen-Tankstelle an der Celler Straße in Hankensbüttel. Die Bilder zeigen, dass der Räuber sich vermutlich schon am Dienstag, 14. Februar, zwischen 21 und 21.30 Uhr im Bereich der Tankstelle aufhielt. „Er hatte sich bereits maskiert und wurde schließlich von einem herannahenden Autofahrer gestört. Daraufhin flüchtete der Unbekannte und ließ von seiner vermutlich geplanten Tat ab“, sagt Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn.

Am darauffolgenden Freitag gegen 21.15 Uhr schlug der Unbekannte dann vor der Volksbank-Filiale an der Hindenburgstraße zu. Dort wollte eine 22-jährige Frau gerade zwei Geldbomben in den Einwurfschacht der Bank werfen. Plötzlich stürmte der Täter, der sich hinter einer Ecke des Gebäudes versteckt hatte, auf die Frau zu. Er entriss ihr den Leinenbeutel mit den Geldbehältern und entkam mit seiner Beute.

Der Unbekannte soll zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß und von normaler Statur sein. Bei dem Überfall trug er eine dunkle Hose sowie eine dunkle Winterjacke mit Kapuze und einem dunklen Quadratlinienmuster.

Zeugen, die den Täter am Freitagabend in der Nähe der Volksbank oder am Dienstagabend im Bereich der Tankstelle beobachtet haben, können sich bei der Polizei Gifhorn unter Telefon (0 53 71) 98 00 melden. Zudem wird der anonyme Hinweisgeber gebeten, sich erneut mit der Polizei in Verbindung zu setzen, „in welcher Form auch immer“, appelliert Reuter an den mysteriösen Unbekannten. „Unter Umständen können die Beamten in diesem speziellen Fall auch Vertraulichkeit zusichern.“

Von Bernd Schossadowski

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