„So viele Tiere haben wir hier nicht“

Angeblich verunreinigtes Wasser: Otter-Zentrum weist Vorwürfe zurück

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Durch das Wasser, das durch die Gehege fließt, wird der Isenhagener See nicht verunreinigt, betont Dr. Oskar Kölsch vom Otter-Zentrum. Das würden die Proben vor und nach Gebrauch des Wassers belegen.

Hankensbüttel – Im Hankensbütteler Umweltausschusses meinte Elisabeth van Werde (CDU) jetzt, dass das Otter-Zentrum wohl verunreinigtes Wasser aus den Teichen auf dem Gelände in den Hankensbütteler Bach und in den Isenhagener See einleite.

„Wir möchten verhindern, dass das, was wir hier hatten, nochmal erleben“, sagte van Werde mit Blick auf die Algenproblematik im Isenhagener See.

„Das muss noch untersucht werden“, unterstrich Heinz Gödecke von der Verwaltung angesichts van Werdes Ausführungen. „Wir gehen davon aus, dass dies beim Otter-Zentrum kontrolliert wird.“ Das Ganze solle akkurat und sauber laufen. „Nicht nur Bauern leiten ein“, fügte van Werde hinzu. Es soll um eine Menge von 200 000 Kubikmetern Wasser im Jahr gehen.

Otter-Zentrum-Chef Dr. Oskar Kölsch bestätigt auf IK-Anfrage diese Zahl, dabei handele es sich allerdings um die Höchstsumme. Kölsch betont außerdem, dass es sich nicht um eine Entnahme von Wasser, wie etwa durch ein industrielles Unternehmen, handelt, sondern lediglich um einen Gebrauch des Wassers. Schließlich würden der Emmer und der Hankensbütteler Bach durch das Gelände verlaufen und somit das Wasser durchgeleitet. Das Wasser, das das Bach- und das Teichgehege speist, werde nach dem Gebrauch wieder in den Wasserkreislauf gegeben. „Wir verbrauchen es nicht.“

Vor und nach dem Gebrauch wird das Wasser seit jeher durch Proben untersucht, erläutert Kölsch das Prozedere. Es sei gar nichts dran, das sei eindeutig geklärt, sagt er zu den Ergebnissen der Untersuchungen. Dabei sei stets der Grundgedanke gewesen, zu prüfen, was da in das Gelände fließt. „Zu unseren Anfangszeiten gab es noch Probleme, dass das Wasser, das zu uns floss, nicht so gut aussah. Das hat sich in den letzten 30 Jahren aber gebessert.“

Das Ganze sei auch genau auf diese Art und Weise durch den Landkreis genehmigt, sagt Kölsch. Die Genehmigung sei vor wenigen Jahren erst verlängert worden. „Wir achten darauf, dass alles in Ordnung ist“, unterstreicht Kölsch. Mit der Gemeinde Hankensbüttel und dem Ingenieurbüro, das sich um die Sanierung des Isenhagener Sees kümmert, sei dies auch jüngst alles besprochen worden.

VON PAUL GERLACH

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