Pläne im Bauausschuss vorgestellt / Neben der Kita soll die neue Krippe in Holzbauweise entstehen

Ein Anbau für die ganz kleinen Steinhorster

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Der Anbau der Krippe in Steinhorst wird aus einer Holzkonstruktion bestehen. Das gewährleiste, dass das Gebäude schneller errichtet werden kann als ein Bau aus Beton und Steinen, so die Architektin Kathrin Hartmann.

Steinhorst. In Steinhorst fehlen Krippenplätze. Es sind mehr Kinder angemeldet, als Platz vorhanden ist. Nun soll ein Neubau kommen. Noch im Frühjahr hatten die Kommunalpolitiker im Kindergarten-Ausschuss für eine Containerlösung auf dem Gelände der Kita votiert.

Die ist seit Donnerstag definitiv vom Tisch. Im Umwelt-, Planungs-, und Bauausschuss der Samtgemeinde Hankesnbüttel stellte Architektin Kathrin Martens ihre Pläne für ein neues Gebäude für die ganz kleinen Bewohner des Dorfes vor.

Der Ausschuss beschloss am Ende, die erforderlichen Mittel zum Bau der Einrichtung in einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr einzustellen. Das ging bei einigen Ausschussmitgliedern allerdings nicht ganz ohne Bauchschmerzen ab. Denn die Kosten werden mit 479.000 Euro veranschlagt. „Fast eine halbe Million. Da muss ich erst mal eine Nacht drüber schlafen“, entfuhr es Christiane Fromhagen (CDU). Es wurde vorgeschlagen, die Sache noch mal in die Fraktionen zu verweisen, um darüber zu diskutieren, wie und wo man die Mittel herausholen könne. Dem hielt Verwaltung entgegen, dass gerade in Steinhorst in Sachen Krippe die Zeit dränge.

Dietrich Brockmann (Grüne) mahnte an, dass man doch die Planung hätte ausschreiben sollen, wie es in anderen Kommunen üblich sei. Vielleicht hätte man ein günstigeres Angebot bekommen. Sie sehe nicht, dass bei einer Ausschreibung günstigere Ergebnisse hereingekommen würden, antwortete Fromhagen. „Damit hätten wir nur Zeit verplempert.“

Der Grundriss zeigt die Raumaufteilung des Krippenanbaus. Zentral platziert ist der Gruppenraum für die ganz kleinen Bewohner Steinhorsts.

Der Neubau soll etwas versetzt neben den beiden Kita-Gebäuden an der Ostgrenze des Grundstückes entstehen. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass er sich optisch von den zwei bereits vorhandenen Gebäuden absetzt“, so die Hankensbütteler Architektin. Auf einer Nutzfläche von 150 Quadratmeter sollen 15 Krippenkinder Platz finden. In die Krippe muss allerdings noch eine halbe Kita-Gruppe integriert werden. Denn der Nebengruppenraum der Kita ist zu klein.

Kinderkrippen nehmen meist Kinder ab einem Alter von sechs Monaten auf. Sie bleiben in der Regel dann dort, bis sie drei Jahre alt sind und in den Kindergarten oder -tagesstätte wechseln.

Der Anbau wird mit einem Extra-Eingang versehen. Um das Gebäude möglichst schnell errichten zu können, eben weil der Bedarfsdruck im Dorf groß ist, soll die Krippe als Holzkonstruktion entstehen. Auch wird der Anbau kein Satteldach wie die Nachbargebäude bekommen. Architektin Martens hat sich für ein Flachdach mit Neigung entschieden.

Mit zwei Gegenstimmen stimmte der Ausschuss schließlich dafür, das erforderliche Geld mittels eines Nachtragshaushalts bereitzustellen. Die Sache muss noch durch den Rat der Samtgemeinde Hankensbüttel. Der tagt Mitte September.

Von Jens Schopp

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