Bei einigen Vorhaben Hoffen auf Förderung

Gemeinde Hankensbüttel hat viel vor der Brust: Amtsweg und das Becken als größte Projekte

Der Standort des geplanten Sedimentationsbeckens: die Feuchtwiese an der B 244 in Hankensbüttel.
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Der Standort des geplanten Sedimentationsbeckens: die Feuchtwiese an der B 244 in Hankensbüttel.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Auch wenn das Zahlenwerk zum Haushalt 2021 erst in Kürze vorgelegt werden wird, der Blick voraus somit etwas schwerfällt und für die Projekte die nötigen Haushaltsmittel vorhanden sein müssen: Die Gemeinde Hankensbüttel treibt weiterhin ihre teils sehr großen und umfangreichen Vorhaben voran.

• Neugestaltung des Amtsweges: Eine Sanierung von der Einmündung Wiesenweg bis zum Waldbad ist angepeilt. Die Kommune setzt große Hoffnungen auf Fördermittel über die Dorfentwicklung. „Ob der Maßnahmenbeginn noch in 2021 oder erst in 2022 erfolgen kann – das muss man sehen“, sagt Bürgermeister Dirk Köllner. Eine Rückmeldung in Sachen Förderung vom Amt für regionale Landesentwicklung erwartet er für das zweite Quartal. Hinzu komme, dass die Ausschreibung das gewünschte Ergebnis bringen müsse und es müsse auch gegeben sein, dass die Fachfirmen in dem Moment die entsprechenden Kapazitäten haben.

• Sedimentationsbecken: Auf der Feuchtwiese am Bohldamm soll in diesem Jahr das geplante Sedimentationsbecken gebaut werden. Außerdem soll an dem von Norden kommenden Bach eine naturnahe Talraumentwicklung geschaffen werden, also auch eine Art Sedimentationsbecken. Hinzu gesellt sich die Ertüchtigung des Ablaufbauwerkes (Mönch) aus dem Isenhagener See in den Emmer Bach. Köllner: „Das sind notwendige und von der Förderbehörde geforderte Maßnahmen im Rahmen der Sanierung des Isenhagener Sees.“

• Hochwasser-Situation: Der Gemeinderat hat verschiedene Maßnahmen beschlossen, die zu einer Verbesserung der Hochwasser-Situation führen sollen. Dazu gehören in 2021 der Bau und die Erhöhung von Wallanlagen oder auch die Erhöhung eines Weges, um ihn als Rückhaltewall auszubilden.

• Tretbecken und Wohnmobil-Stellplatz: Das Wassertretbecken soll in diesem Jahr saniert werden, mit dem Kneippverein Isenhagener Land ist man dazu in Gesprächen und die Anregungen des Vereins werden mitaufgenommen. Eine in der Vergangenheit diskutierte Standortverlegung kommt laut Köllner schon deswegen nicht in Frage, weil man dann das gesamte Leitungssystem ändern müsste. Die Einrichtung eines richtigen Wohnmobil-Stellplatzes mit mehreren Plätzen direkt am Wiesenweg im Rahmen der Städtebauförderung steht ebenfalls an – was laut Köllner, wenn möglich, auch noch in 2021 passieren soll.

• Neues Baugebiet: Ein Bebauungsplan für das neue Baugebiet im Norden Richtung Steimke (Lehmkuhlenweg III) ist in der Beratung. Er soll schnellstmöglich beschlossen werden. Selbst zu diesem frühen Zeitpunkt des Verfahrens gibt es bereits mehrere Interessenten für Bauplätze, hat Köllner aus dem Bauamt vernommen. Das Baugebiet „Hinter den Gärten“ in Emmen sei so gut wie ausverkauft.

• Neue Treppe: In wenigen Tagen – Ende Januar, Anfang Februar – beginnt der Bau der neuen Treppenanlage von der Wittinger Straße ins Bachtal. Dieses Projekt läuft, wie schon bei der fertiggestellten Treppenanlage am Brennerpaß, über die Dorfentwicklung.

• Spielplatz in Emmen: Momentan gibt es keinen öffentlichen Spielplatz in Emmen. Das soll sich dieses Jahr ändern. Die Einrichtung ist bekanntlich am Birnenweg vorgesehen. Der Gemeinderat hatte die Beschaffung von Spielgeräten im Wert von gut 29 000 Euro beschlossen, insgesamt werden einmalig etwa 34 000 Euro in die Hand genommen.

• Busbahnhof: Der Hankensbütteler Busbahnhof soll in 2021, wie schon die anderen Haltestellen, mit Fördermitteln barrierefrei gestaltet werden. Der Bürgermeister betont: Es ist kein Umbau und keine Neugestaltung des Busbahnhofes an sich. Die Ausschreibung kann vorgenommen, sobald der Haushalt rechtskräftig ist.

• HSV-Pläne: Der Bau der Sportanlagen (Plätze, Nebenanlagen, Erschließung) soll frühestmöglich beginnen, allerdings müsse hierzu erst die Baugenehmigung durch den Landkreis vorliegen, betont Köllner. Es soll auch versucht werden, Fördermittel aus einem neuen Förderprogramm des Landkreises zu bekommen.

• Wege: Die Wirtschaftswege im Bereich Weinberg und Turmweg sollen saniert werden, zudem sollen die Gehwege am Bauernende und an der Ostpreußenstraße gebaut werden, sofern es der Haushalt zulässt. Der Ablauf sieht laut Köllner wie folgt aus: Wenn der Etat steht, soll eine Verkehrsausschuss-Sitzung angesetzt werden. Dann sollen die Details festgelegt werden, bevor die Maßnahmen ausgeschrieben werden. Die Ausgaben in den Bereichen Gemeindestraßen (200 000 Euro) und Wirtschaftswege (120 000 Euro) sollen in dieser Höhe beibehalten werden. Dabei sollen explizit 50 000 Euro in die Gehweg-Sanierung investiert werden.

• Finanzen: Auf der Einnahmeseite sind die Schätzungen der Steuereinnahmen in diesem Jahr sehr schwierig. Bei der Gewerbesteuer hat Köllner die Hoffnung, dass die Einbußen nicht sehr hoch sind. Bei den Zuweisungen aus den Einkommensteuer- und Umsatzsteuer-Anteilen müsse man abwarten.

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