Aus dem Gericht

Bewährung für Hankensbütteler: Amtsgericht verurteilt 22-Jährigen wegen Cannabis-Anbaus

Vor dem Gifhorner Amtsgericht wurde ein 22 Jahre alter Hankensbütteler wegen Cannabis-Anbaus jetzt zu einer Haftstrafe von sechs Monaten für drei Jahre auf Bewährung verurteilt.
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Vor dem Gifhorner Amtsgericht wurde ein 22 Jahre alter Hankensbütteler wegen Cannabis-Anbaus jetzt zu einer Haftstrafe von sechs Monaten für drei Jahre auf Bewährung verurteilt.

Hankensbüttel/Gifhorn – Der Anbau von Cannabis in einem Hankensbütteler Garten wurde einem 22-Jährigen als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) angelastet: Das Gifhorner Amtsgericht verurteilte den jungen Mann jetzt zu einer Haftstrafe von sechs Monaten für drei Jahre auf Bewährung.

Der Hankensbütteler hat das Urteil bereits akzeptiert. Entsprechende Medienberichte bestätigte Angelika Braut, Direktorin des Amtsgerichtes, auf IK-Anfrage. .

Der Anbau war aufgeflogen, als Polizeibeamte im August 2019 bei einer Durchsuchung fünf Cannabispflanzen in dem Garten entdeckten. 96 Gramm kamen als abgeerntete Menge zusammen. Vor Gericht gab der 22-Jährige an, es sei ihm um den Eigenkonsum gegangen. Er habe das Cannabis nicht weiterverkauft, sondern seine Kosten für den Eigenkonsum drücken wollen. Der Garten gehört einem 36 Jahre alten Hankensbütteler, bei dem der 22-Jährige zu jener Zeit wohnte. Beide wollten die Ernte unter sich aufteilen, sagte der Angeklagt. Der 36-Jährige hielt fest, dass er nur den Garten zur Verfügung gestellt habe, sich ansonsten an den Pflanzen aber nicht beteiligt habe. Der 22-Jährige erklärte, sie hätten beide die Samen in die Erde gesteckt und sich zusammen um die Pflanzen gekümmert.

Der Angeklagte geriet schon mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt – darunter waren auch mehrmals Verstöße gegen das BtMG. Sein Drogenkonsum, der in der Jugend seinen Anfang genommen hatte, setzte sich mit härteren Drogen fort. Der 22-Jährige erklärte, in den vergangenen Jahren habe er diesen abgeschworen und lediglich ab und zu noch Cannabis konsumiert.

Diese Entwicklung wurde ihm vom Gericht positiv ausgelegt, über den Einsatz von Cannabis zur Selbsttherapie anstelle von Ritalin könnten aber nur Ärzte – und nicht er selbst – entscheiden. Für ihn könne es nur darum gehen, ab sofort ohne Drogenmissbrauch zu leben. Er bekommt für die drei Jahre eine Bewährungshelferin zur Seite gestellt. VON PAUL GERLACH

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