Hankensbüttel: Sanierungsbedürftiger Bau ist Bürgermeister ein Dorn im Auge

Alte Post als Standort für Hort?

Keinen schönen Anblick bietet der Treffenaufgang der alten Post in Hankensbüttel. Foto: Manicke

Hankensbüttel. Nicht gerade einen schönen Anblick bietet die alte Post an der Bahnhofstraße in Hankensbüttel. In einen Luftkurort wie Hankensbüttel passe solch ein sanierungsbedürftiges Gebäude nicht, unterstreicht Bürgermeister Martin Rausch auf IK-Nachfrage.

In einem Brief an die Deutsche Post macht der Bürgermeister seinen Unmut deutlich. „Leider müssen wir feststellen, dass das ehemalige Postgebäude im Ortskern eine starke negative Ausstrahlung hat, die auf alle Beteiligten, das heißt Ihr Unternehmen und unseren Ort zurückfällt“, heißt es unter anderem. Als besonders negativ falle das Absperren der Treppenanlage mittels Holzplanken und eines rotweißen Flatterbandes ins Auge.

Die strukturellen Veränderungen innerhalb der Deutschen Post sind auch an der Gemeinde Hankensbüttel nicht spurlos vorbeigegangen. Um so erfreulicher sei es, so Rausch, dass es in Hankensbüttel eine Postfiliale in der Buchhandlung Ulrich gebe. Zugleich stehe aber mit der alten Postfiliale mitten im Ortskern ein Gebäude leer und werde nur noch als Lager der Post genutzt. Das Gebäude selbst gehört nach Auskunft von Rausch einer Luxemburger Firma, die es bis 2016 an die Post vermietet hat.

Als staatlich anerkannter Luftkurort will die Gemeinde Hankensbüttel in den kommenden Monaten ihr Augenmerk auf die Hervorhebung des touristischen Konzeptes und die Stärkung des touristischen Potenzials legen, kündigt Rausch an. In diesem Zusammenhang müsse auch eine Analyse der Bebauung des Ortes erfolgen. Leerstände und damit einhergehende Um- und Rückbaumaßnahmen seien angesichts des demographischen Wandels kaum zu vermeiden. „Die Außendarstellung des Ortes darf die Potenziale nicht konterkarieren“, macht der Bürgermeister gegenüber der Post deutlich und dringt deshalb darauf, die Treppenanlage wieder vernünftig herzustellen.

Man müsse sich der Frage stellen, was passiere grundsätzlich mit dem Gebäude? Rausch möchte hier eine Diskussion anschieben. Für denkbar hält er es, gemeinsam mit der Samtgemeinde ein Konzept für die künftige Nutzung zu entwickeln. Die alte Post ist für Rausch der ideale Ort für die Einrichtung eines Hortes. Es gebe ausreichend Parkmöglichkeiten und die Grundschule sowie das Gymnasium wären fußläufig schnell erreichbar. Bei der Beratung über einen Hort sollte die alte Post ernsthaft in Betracht gezogen werden, unterstreicht Rausch. Wie berichtet, möchte die Samtgemeinde die künftige Lücke zwischen Kindergartenbetreuung und Ganztagsschule schließen. Vorstellbar wäre das über einen Hort. Mit dem Thema hatte sich der Schulausschuss befasst. Da es aber offiziell nicht auf der Tagesordnung stand, blieb die genaue Vorgehensweise auf dem Weg zu einem Hort offen.

Von Walter Manicke

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