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Allersehl und Repke: Das lange Warten auf den Funkturm

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Ein Handy zeigt, dass es kein Netz gibt. Das Funkloch ist unvermeidbar.
Ein nicht funktionierender Mobilfunk ist in Allersehl und Repke Alltag. Wann ein neuer Funkturm Abhilfe schafft, ist derzeit nicht bekannt. „Es liegt am Landkreis“, so der Dedelstorfer Ratsherr Torben Mehrwald. © Karl-Josef Hildenbrand

Dedelstorf/Allersehl/Repke – „Es wäre wichtig, dass hier bald gebaut wird. Wenn örtliche Betriebe an größeren Projekten arbeiten, dann merken es die Privatpersonen vor Ort massiv: Das Internet wird extrem runtergefahren.“ Torben Mehrwald ist unzufrieden. Der Dedelstorfer Ratsherr berichtete bereits mehrfach bei Sitzungen, dass der Mobilfunkempfang in der Umgebung rund um Allersehl und Repke schlechter geworden ist. Eine Verbesserung der Lage ist bisher nicht in Sicht.

Bereits bekannt ist ja, dass die Deutsche Funkturm GmbH in der Gemarkung Repke einen Funkturm aufstellen wird. Er soll auf einem privaten Grundstück stehen und helfen, die LTE-Funkübertragung zu verbessern (das IK berichtete). Ob dies aber noch in 2022 passiert, steht in den Sternen.

Laut Mehrwald ist der Bauantrag am 5. Juli beim Landkreis Gifhorn eingegangen. Seitdem fehle eine Antwort: „Es ist ein Unding, dass in der Gemeinde ein so großes Funkloch existiert. In Allersehl gibt es keine Telekom-Leitung. Die Leute gehen über Mobilfunk ins Netz.“ Die Netzkapazität von Vodafone habe sich indes gravierend verschlechtert. „Wir brauchen daher den Turm schnell, warten aber noch immer auf den amtlichen Stempel“, so Mehrwald.

Der Ratsherr betont, dass von der Kommune alles unternommen worden sei, um die Situation zu verbessern und letztlich die Baugenehmigung zu bekommen. „Nun liegt der Ball beim Landkreis“. Ein Sachverhalt, den auch die Dedelstorfer Bürgermeisterin Ulrike Bührke so sieht: „Aus Gemeindesicht haben wir alles getan. Nun stockt es jedoch aber. Derzeit liegt die Sache beim Bauamt.“ Die Gemeinde könne nun nichts mehr machen, weil sie nicht für das Thema zuständig ist.

Ratskollege Mehrwald fragt sich indes, ob die Länge des Verfahrens mit Grundstücks-Schwierigkeiten zusammenhängt. Auch ist ihm wichtig zu erfahren, ob es eventuell mehrere Eigentümer gibt. Und: Wie es letztlich weitergeht mit dem Funkturm-Projekt.

Durch das IK mit diesen Fragen konfrontiert, fällt die Antwort des Landkreises indes zugeknöpft aus: „Aus Gründen des Datenschutzes sind unsererseits keine Auskünfte zu einzelnen Anträgen und ihrer Bearbeitung möglich.“ Man sei sich aber bewusst, dass die Verbesserung des Mobilfunkempfangs für die Anbieter von Dienstleistungen der Telekommunikation eine wichtige Aufgabe darstellt.

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