Klinker bei neuer Filiale angedacht / Bürgermeister: „Es soll ein rundes Ensemble werden“

Aldi-Markt als Lösung im Ortskern?

In der Hankensbütteler Ortsmitte soll sich etwas tun: Aldi möchte sich neben der St. Pankratiuskirche ansiedeln. Foto: Gerlach

Hankensbüttel. Aus dem „Norma“-Markt im Hankensbütteler Ortskern wurde es nichts, nun will Aldi dort eine Filiale errichten. Genauere Details will das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt noch bekannt geben, heißt es auf IK-Anfrage.

„Ziel war es, einerseits zwar einen Nahversorger im Ort anzusiedeln, andererseits auch eine vernünftige Einbettung jeglichen Projekts in den historischen Ortskern zu beachten“, erläutert Bürgermeister Martin Rausch. „Die Abwanderung des Lidl musste zu denken geben, daher wäre es zweifelhaft gewesen, auf Biegen und Brechen einen weiteren Discounter nach Hankensbüttel zu holen.“

Daher sollte es laut Rausch auch ein Ziel sein, die örtlichen Anbieter zu stärken statt den knappen Markt weiter anzuspannen. Ab Pfingsten 2013 hätten Gespräche mit Aldi stattgefunden, die bis zum Ende des Jahres zu einem Gesamtkonzept weiterentwickelt worden seien.

„Das Konzept stellt eine deutliche Verbesserung zu den ursprünglichen Planungen aus dem Jahr 2011 dar, da einerseits die Gemeinde die Möglichkeit hat, eigene Ideen zur Gestaltung des Ortskerns mit umzusetzen, andererseits Aldi mit dem Baukörper auch besondere Bedürfnisse des Ortskerns, nämlich Klinker und Dachform, berücksichtigen wird“, sagt Rausch. Die Gemeinde könne einen Streifen auf dem Gelände erwerben, um dort eigene Planungen zu verwirklichen. Was dort genau geschehen soll, wird in den Ausschüssen und im Ratsrund beraten. „Es soll insgesamt ein rundes Ensemble werden“, sagt Rausch.

Die betroffenen Grundstückseigentümer zeigten sich laut Rausch erleichtert, dass nach der „unerfreulichen Norma-Episode“ nun eine Lösung absehbar sei. Die weiteren Schritte wie Kaufverträge und Bauanträge werden nun eingeleitet, um an die Verwirklichung des Projekts zu gehen, sagt Rausch.

In den Fraktionen auf Gemeindeebene trifft das Vorhaben auf ein sehr positives Echo. „Wir begrüßen das“, sagt Ingrid Wrede, Fraktionsvorsitzende des „Bündnis für Hankensbüttel“. Ihr Lob gehe an den Bürgermeister, der dieses Vorhaben auf den Weg gebracht habe. „Auch der Streifen für die Gemeinde ist eine gute Sache.“ Sie gehe davon aus, dass auch die kleineren Betriebe davon profitieren, wenn im Ortskern etwas passiere.

„Wir finden es gut und freuen uns. Das ist ein gutes Signal für die Ortsmitte“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Arnd Meyer auf IK-Anfrage. Mit Blick auf die Norma-Episode sagt er: „Wir hoffen, dass es etwas wird und sind verhalten euphorisch.“ Das sei eine wichtige Sache für Hankensbüttel. „Aldi ist für die Bürger noch interessanter als Norma.“

Von Paul Gerlach

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