Hankensbüttel: Verkehrsausschuss will Wirtschaftsweg für 125 000 Euro sanieren

Ja zu abgespeckter Variante

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Dringender Handlungsbedarf: die Mitglieder des Hankensbütteler Verkehrsausschusses bei einer Besichtigung des Wirtschaftsweges im März 2017.

Hankensbüttel. Für die geplante Sanierung des Hankensbütteler Wirtschaftsweges in der Verlängerung des Erbkampsweges bei „Gretchen und Paul“ hatte das beauftragte Planungsbüro bereits eine Variante mit Kosten von 188.000 Euro ausgearbeitet (das IK berichtete).

Diese fand im Verwaltungsausschuss aber keine Mehrheit und wurde vom Rat im Dezember nochmal in den Verkehrsausschuss verwiesen, um nachzuarbeiten. 

Inzwischen liegt ein neuer Vorschlag des Planungsbüros vor – mit Kosten von 125.000 Euro. Der Ausbau in letzterer Art und Weise wurde vom Verkehrsausschuss am Mittwochabend einstimmig an den Rat empfohlen. Ausbaubeiträge sollen nicht erhoben werden.

Beim alten Vorschlag war angesichts der Lage in einem Wasserschutzgebiet dritter Ordnung eine Erhöhung durch Naturschotter vorgesehen. Das war der größte Brocken bei den 188.000 Euro gewesen.

Bei der neuen Variante soll der Weg nicht erhöht werden. Das Material so belassen und nicht aufgefräst werden. Es soll eine acht Zentimeter dicke bituminöse Deckschicht aufgetragen und Unebenheiten ausgebessert werden – analog zur Ausbauweise bei der Verbindung zwischen Oerrel und Langwedel. Für den Kantenschutz soll gesorgt sein.

„Das ist ein guter Vorschlag“, sagte Bürgermeister Dirk Köllner. Er geht von einer Haltbarkeit von etlichen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten aus. Dabei gehe es natürlich nicht darum, den Weg wie eine Kreisstraße auszubauen. Trotzdem sei es nicht wenig Geld, aber mit weniger gehe es auch nicht angesichts der heutigen Größe der landwirtschaftlichen Fahrzeuge. „Das würden wir sonst bereuen.“

Elisabeth van Werde (CDU) monierte, dass beim neuen Vorschlag die Gewährleistung fehlt. „Das sehe ich als Problem.“ Sie befürworte den alten Vorschlag mit der Erhöhung. Dabei könne das Wasser besser ablaufen und das sei für die Zukunft besser. „Sonst müssen wir reparieren und dann haben wir die gleichen Kosten wie bei der Variante mit Aufbau.“

Monika Geertsema (SPD) erinnerte an die erste Reparatur des Wirtschaftsweges. „Ohne eine Gewährleistung sehe ich das auch kritisch.“ Ausschussvorsitzender Hinrich Schulze (CDU) verwies darauf, dass auch beim alten Vorschlag kein Regress möglich sei, „wenn die Straße im sechsten Jahr kaputt geht“. Bei der neuen Variante verzichte man auf die Gewährleistung „in einem gewissen Rahmen“: Er gehe davon aus, dass das ausführende Bauunternehmen eine Gewährleistung geben werde und dass nur der Planer eine Gewährleistung ausschließe.

Auf Nachfrage von Dirk Niebuhr (CDU) zum zeitlichen Ablauf sagte Hinrich Schulze, dass es im Spätsommer oder Frühherbst etwas werden könnte, eher wohl nicht. „Dass wir in 2018 fertig werden wollen – da sind wir uns alle einig“, hielt Niebuhr fest und erntete dafür Zustimmung im Rund.

Hinrich Schulze erläuterte, dass die Senke aufgefüllt werde, um eine Wasserführung zu haben. „Das Wasser soll nicht mehr da stehen.“ Er betonte, dass auf dem Weg kein ständiger Durchgangs- und nur wenig Begegnungsverkehr liege. Bei einem Neubau seien Umlagen der Eigentümer der anliegenden Ländereien notwendig gewesen. Dessen müsse man sich klar sein.

Da bei der neuen Variante nur drei statt vier Meter Breite vorgesehen seien, würden die Randstreifen stärker beansprucht, schlussfolgert van Werde. Zudem seien 15 statt 50 Zentimeter beim Aufbau geplant. So koste dieser Punkt dann 12.000 statt 14.400 Euro. Sie frage sich, ob es dann nicht sinnvoller sei, die Randstreifen breiter zu gestalten. Hinrich Schulze erläuterte, dass es sich bei den 15 Zentimetern nur um einen Mittelwert handele. An manchen Stellen sei der Randstreifen breiter, an anderen weniger. „Es wird Baubesprechungen geben“, ergänzte Köllner. Der Unterboden reiche für Jahrzehnte aus, soviel Verkehr gebe es auf dem Weg ja auch nicht. „Wenn damit das Wasserproblem gelöst wird, habe ich kein Problem damit, das so zu machen“, sagte Henning Buhr (CDU) zur neuen Variante. Niebuhr nahm an der Abstimmung nicht teil.

Von Paul Gerlach

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