Personalrat am Hankensbütteler Gymnasium kritisiert Kurs der Landesregierung

Abgeordnete in den Unterricht

+

Hankensbüttel. „So geht man nicht mit einer Berufsgruppe um. So geht es nicht weiter. Die Öffentlichkeit soll es mitbekommen."

Die Personalvertretung am Hankensbütteler Gymnasium in Person der Vorsitzenden Anja Toth-Hohmann sowie von Marion Buchholz und Thorsten Lehmann findet klare Worte. Ihre Verärgerung über den Beschluss des Niedersächsischen Landtages, die Arbeitszeit für Lehrer an Gymnasien um eine Unterrichtsstunde zu erhöhen und die festgelegte Altersermäßigung für alle Lehrkräfte auszusetzen, ist deutlich zu spüren.

Toth-Hohmann vermisst die Entlastung der Lehrer in anderen Bereichen. „Dazu gab es bisher noch keine konkreten Aussagen. Was kann die Landesregierung den Lehrern und Schulen anbieten?“ Stattdessen werde ein Zerrbild von einer Wochenarbeitszeit von 23,5 Stunden entworfen. „Das ist eine Lüge“, sagt Toth-Hohmann. Die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts würden dabei nicht berücksichtigt. Nach gewerkschaftlichen Berechnungen seien es insgesamt 48 Stunden. Aus dem gleichen Grund seien auch Vergleiche mit anderen Bundesländern unzulässig.

„Auch der Vorwurf, unser Prozess würde auf dem Rücken der Schüler ausgetragen, kränkt uns“, sagt die Vorsitzende. „Die Arbeit mit den Kindern ist ganz wichtig. Es ist der Punkt erreicht, an dem wir Verstärkung brauchen.“ Die Lehrer würden nicht die Elternschaft und die Schüler gegen sich haben wollen.

Von Paul Gerlach

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag im Isenhagener Kreisblatt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare