Gemeinde Steinhort will innerorts für Barrierefreiheit sorgen, um für die Zukunft gerüstet zu sein

54.000 Euro für Bushaltestellen

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Die Bushaltestelle an der Steinhorster Bahnhofstraße – hier bei einer Besichtigung durch den Bauausschuss im September 2017 – soll sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite barrierefrei gestaltet werden. Dies gilt auch für die anderen Haltestellen innerorts im Gemeindegebiet. Die Kommune nimmt dafür knapp 54 .000 Euro in die Hand, dazu gibt es kräftig Fördergelder.

Gemeinde Steinhorst. Der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen ist – wie überall in der Samtgemeinde – auch in der Gemeinde Steinhorst seit zwei Jahren immer wieder ein Thema. Nun ist die Marschrichtung für die Kommune klar.

Der Gemeinderat beschloss den Ausbau einstimmig: Für sämtliche Bushaltestellen innerorts in Lüsche, Räderloh und Steinhorst soll ein Antrag auf barrierefreie Umgestaltung gestellt werden.

Zwischenzeitlich sollten „nur“ die Bushaltestellen in der Steinhorster Ortsmitte umgerüstet werden. Für den Haushalt 2019 soll nun aber der Umbau aller innerörtlichen Haltestellen eingeplant werden. Grund für das Abweichen von der bisherigen Strategie sind die jetzt verbesserten Fördermöglichkeiten. Zusätzlich zu der 75-prozentigen Förderung durch das Land Niedersachsen gibt es noch eine weitere Fördermöglichkeit. „Es sind für uns als Kommune 12,5 Prozent mehr durch die Förderung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig“, freut sich Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer. „Wir werden dann alle Haltestellen umbauen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Sonst müssten wir irgendwann ohne Förderung bauen, das ist meine Befürchtung.“

Die Investitionssumme beträgt 430.000 Euro, der Zuschuss des Landes 376.200 Euro und der Eigenanteil der Gemeinde 53 800 Euro. „Für dieses Geld können wir das bieten“, sagt Singer. Am 30. Januar werde es einen Infotermin des Regionalverbandes in Sachen Bushaltestellen geben.

Harald Mundil (SPD) betonte bei der Ratssitzung, dass es bei dem Umbauvorhaben nur um die Haltestellen in den geschlossenen Ortschaften geht. Für die Haltestellen außerorts an den Landesstraßen sei die Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde zuständig, für die an den Kreisstraßen der Landkreis.

Bei der Umgestaltung der Bushaltestellen sind jeweils vier Schritte nötig: die Baustelleneinrichtung sowie Verkehrssicherung, die Abbrucharbeiten, die Erdarbeiten und die Oberflächen sowie die Gestaltung. Dabei werden die so genannten „Kasseler Borde“ eingesetzt. Es geht um die Haltestellen Lüsche Ort (Nord- und Südseite), Räderloh Ort (Nord- und Südseite), Steinhorst Nord (Ost- und Westseite), Steinhorst Bahnhof (Ost- und Westseite), Steinhorst West (Nord- und Südseite) sowie Steinhorst Ortsmitte (Nord- und Südseite).

Von Paul Gerlach

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