Aktion Fischotterschutz pflanzt Erlen an Lachte und Meiße

2000 neue Bäume

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Mit dem Verpflanzen von Erlen an der Lachte wurde kürzlich begonnen.

Hankensbüttel. Rund 2000 Erlen und Eschen werden derzeit durch die Aktion Fischotterschutz an dafür geeigneten, gehölzarmen Fließgewässerabschnitten an der Lachte und Meiße und ihren Nebengewässern gepflanzt.

Die Aktion startete mit der Pflanzung an der Lachte in Lachtehausen.

Möglichst ortsnah wird dafür Wildwuchs von Erlen, teilweise auch Eschen, ausgegraben und umgepflanzt. Die Pflanzaktion wird von den Unterhaltungsverbänden Lachte und Meiße geplant und von der Aktion Fischotterschutz im Rahmen des Aller-Projektes unterstützt. Das Projekt und die Naturschutzmaßnahmen werden durch das Bundesamt für Naturschutz, im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und von der Volkswagen AG gefördert.

„Wichtig ist uns, dass wir gesunde und standortangepasste Ufergehölze entwickeln, damit sich Krankheiten wie Erlen-Phytophthora oder das Eschentriebsterben, die zu erheblichen Schäden an den Gehölzen führen, nicht weiter ausbreiten. Aus diesem Grund pflanzen wir lokal Wildwuchs um“, sagte Jens Kubitzki, Geschäftsführer der Unterhaltungsverbände Lachte und Meiße. „Durch diese Pflanzmaßnahme werden Lebensräume miteinander vernetzt und viele Tier- und Pflanzenarten profitieren hiervon“, so Dr. Oskar Kölsch, Leiter des Aller-Projektes der Aktion Fischotterschutz.

Dr. Oskar Kölsch (zweiter von rechts) setzt mit der Ersten Kreisrätin des Heidekreises, Helma Spöring (dritter von links), und weiteren Projektpartnern den ersten Spatenstich.

Schwarzerlen sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Fließgewässer. Sie beschatten das Gewässer und sorgen damit für eine ausgeglichene Wassertemperatur und für ausreichend Sauerstoff, den Fische, wie die heimischen Bachforellen, ebenso benötigen wie Kleinstlebewesen. „Besonders die kleinen Bäche im Aller-Einzugsgebiet sind wertvolle Lebensräume für viele heimische Tier- und Pflanzenarten und ein wichtiges Aufwuchs- und Rückzugsgebiet für Fische“, erläuterten Kubitzki und Kölsch. Die Aktion Fischotterschutz ist gemeinsam mit der Naturschutzstiftung Heidekreis auch in den Böhmewiesen bei Altenboitzen in der Nähe von Walsrode aktiv: Dort erfolgte kürzlich der erste Spatenstich für acht neue Feuchtbiotope. Sie sollen zukünftig die Flussaue der Böhme ökologisch aufwerten und neue Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten wie Weiß- und Schwarzstorch und Amphibien bieten.

Das Aller-Projekt unterstützt regionale Aktivitäten zur Verbesserung der Artenvielfalt im Bereich der Aller und der Nebengewässer. In insgesamt zehn Landkreisen und Städten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erarbeitet das Projektteam der Aktion Fischotterschutz, gemeinsam mit Behörden und ortsansässigen Verbänden, abgestimmte Maßnahmen zur Revitalisierung von Fließgewässern und zur Entwicklung und Vernetzung von Lebensräumen im und am Gewässer.

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