Verzögerung bei Radweg-Neubau von Knesebeck nach Emmen: Unerwartet Leitungen im Boden entdeckt

K 123: Vollsperrung verlängert sich

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Die Vollsperrung beim Radweg-Neubau von Knesebeck nach Emmen an der K 123 – hier die Brücke über den Elbe-Seitenkanal bei Wunderbüttel – dauert voraussichtlich drei Wochen länger als geplant. Der Grund: Es wurden unerwartet Leitungen im Boden entdeckt. Radler und und die anderen Verkehrsteilnehmer brauchen Geduld.

Knesebeck/Emmen. Ursprünglich sollte die Vollsperrung der K 123 bis zum morgigen Freitag andauern. Zwischen Knesebeck und Emmen wird dort gerade ein lange herbeigesehnter Radweg neu gebaut. Doch mit der Aufhebung der Sperrung wird es nun erstmal nichts.

„Das klappt nicht mit Freitag“, teilt am Donnerstag Hans-Werner Müller, Leiter der Knesebecker Kreisstraßenmeisterei, auf IK-Anfrage mit. Genauere Informationen zum weiteren zeitlichen Ablauf sollte er am heutigen Donnerstag bekommen. Er gehe aber davon aus, dass die Vollsperrung sich voraussichtlich um drei Wochen verlängern werde. Der Grund für die Verzögerung: Es sind laut Müller unerwartet Leitungen im Boden entdeckt worden. Das bedeutet Mehrarbeit, die nun die Verlängerung der Vollsperrung nötig mache. Denn ohne gehe es nicht: Die Durchfahrtsbreite an der Brücke über den Elbe-Seitenkanal bei Wunderbüttel reiche dafür nicht aus. Schließlich sollen die neun Bauarbeiter, die derzeit von morgens bis abends an der Baustelle aktiv sind, nicht gefährdet werden.

Genug zu tun haben diese laut Müller ohnehin. „Es werden 750 Winkelstützen gesetzt.“ Die Kreisstraßenmeisterei drängt daher derzeit auch auf weitere Personalverstärkung, um die Situation bei den umfangreicher gewordenenen Bauarbeiten zu verbessern.

Damit der Radweg beidseitig der Kreisstraße über den Elbe-Seitenkanal geführt werden kann, ist auf dem Damm zur Brücke hin eine Verbreiterung der Fahrbahn notwendig. Zusätzlich werden auf beiden Seiten des Elbe-Seitenkanals, am Beginn der Rampen, zwei Querungshilfen erstellt. Diese Mittelinseln müssen noch eingebaut werden. Oben auf der Brücke werden die Radler die bestehende Fahrbahn nutzen.

Eingebaut werden müssen auch noch die Sandschichten, den Schotter und die Tragschicht des Radweges. „Das wird dann aber auch bei fließendem Verkehr erledigt werden können“, erläutert Müller die nächsten Schritte. Auch wenn der Fortschritt vielleicht momentan auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, sei er trotzdem gegeben, betont Müller.

Dass die Brücke der Engpass bei dem Projekt werden würde, sei allen Beteiligten klar gewesen, so Müller. Die Trasse für den Radweg war schon zuvor ausgehoben worden. „Obwohl wir in der feuchten Jahreszeit damit angefangen haben, ging das mit schwerem Gerät gut“, sagt der Kreisstraßenmeisterei-Chef. Mehrere Bagger und Radlader seien im Einsatz gewesen, auch für das Setzen der Winkelstützen sei ein spezieller Bagger vor Ort. „Wir sind zufrieden mit der ausführenden Firma“, sagt Müller.

Von Problemen in Sachen Umleitungsverkehr ist Müller aktuell nichts bekannt. Das sei ein gutes Zeichen. „Das Ganze hat sich eingespielt. Die Verkehrsteilnehmer verhalten sich vernünftig.“ Müller dankt ihnen dafür und bittet um Verständnis für die Verzögerung der Arbeiten.

• Auf der offiziellen Umleitungsstrecke von Knesebeck über Wittingen und Hankensbüttel bis nach Emmen und umgekehrt kommen derzeit noch zwei Splittmaßnahmen auf der B 244 hinzu – einmal auf der Bahnhofstraße in Wittingen und einmal zwischen Alt-Isenhagen und Hankensbüttel. Dort gilt jeweils Tempo 40. Angesprochen auf die zeitliche Überschneidung sagt Henning Schwägermann, Fachbereichsleiter für Betrieb und Verkehr bei der Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde: „Da gibt es keine Absprachen in solchen Fällen.“ Eine Splittmaßnahme sei eine punktuelle Behinderung – und kein Vergleich zu beispielsweise der Sanierung einer Ortsdurchfahrt, bei der es eine Absprache gegeben hätte.

Manuela Hahne, stellvertretende Sprecherin der Polizeiinspektion Gifhorn, weist daraufhin, dass die Polizei generell in solchen Tempo-40-Zonen nach dem Splitten schon mal punktuell die Geschwindigkeit kontrolliere. Das könne grundsätzlich durchaus vorkommen.

Von Paul Gerlach

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