Aus zwei mach fünf

Gifhorn: Fuzo-Rock wächst auf fünf Veranstaltungsorte an

+
Morris & Friends sorgten im Alt-Gifhorn für gute Laune.

Gifhorn. Vier Stunden Live-Musik, danach After-Show-Partys, gute Laune inklusive, in der Kreisstadt lohnte sich der Samstagabend. Und dazu hatte man die große Auswahl, nicht nur, was die Musik anging.

Härter ging es im H1 mit Addicted to Pain zu.

Auch Vorlieben für bestimmte Bands oder Veranstaltungsorte konnten die Gäste ausleben. Der Gifhorner Fuzo-Rock, der im vergangenen Jahr mit zwei Lokalen gestartet war, hatte sich bei seiner Zweitauflage auf fünf Standorte ausgeweitet, auf breitere Füße gestellt. Es galt somit: fünf Locations, sechs Bands, ein Preis. Mit dem Bändchen konnte man überall hinein – sofern Platz war. Denn bisweilen wurde es gehörig eng, aber, wie ein Gast sagte. „Man kann wenigstens nicht umfallen.“ Aber Platz für die Töne gab es auch noch an den urigen, traditionsreichen Orten. Der Start war gemeinsam, das Ende auch, die Pausen waren ebenfalls synchronisiert, sodass das Publikum in diesen Zeiträumen die Örtlichkeit wechseln konnte, ohne etwas zu verpassen.

Im „Unser Aller Partykeller“ gab es mit Palo Seco Voodooclub Einflüsse aus Alternativ-Rock, Blues, Rock’n’Roll bis hin zu Flamenco. Gegenüber in der Brasserie Paulas spielten Jule Werner mit der Granat-Partyband Oldies, Rock, Pop und Soul. Weiter nördlich in der Fußgängerzone gab es harte Töne in der Bier- und Rockbar H1, wo die Frusaboys Hardrock und Pop Punk sowie Addicted to Pain eigene Songs mit deutschen Texten und amerikanischen Rock präsentierten. Im Cappu hörten die Gäste ein wenig seichtere Musik von The Adapters, die sich im Pop- und Funkbereich engagierten. Nicht mehr in der Fußgängerzone, aber beim Fuzo-Rock dabei waren Morris & Friends im Alt-Gifhorn. Das Gifhorner Urgestein Morris und seine Mitmusiker holten die Swinging Sixties in die Stadt.

Wo getanzt werden konnte, wurde getanzt. Das galt für alle Musikstile und Orte. Und bei angenehm kühlen, aber trockene Wetter ging es zwischen den nahe beieinander liegenden Konzerten hin und her. Auch vom Alter her war das Publikum gemischt, von volljährig, eine Voraussetzung, bis zum Jungseniorenalter waren Gäste unterwegs.

Im letzten Jahr hatten Holger Hirsch, Wirt der Bier- und Rockbar H1, und Jenne Wiertz, zusammen mit Sigrid Wiertz, Chef von „Unser Aller Partykeller“, den Fuzo-Rock gestartet. Zuvor hatten sie vier Jahre zusammengearbeitet. Da lag es nahe, auf diese Art Live-Musik anzubieten, und schon im letzten Jahr hatte das Kneipenfestival eingeschlagen. Einer Fortsetzung steht aus dieser Sicht nichts entgegen.

Von Burkhard Ohse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare