75 Arbeitgeber informieren bei der Ausbildungsplatzbörse in Gifhorn

Zukunftsorientierte Berufe

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Viele Schüler nutzten gestern die Chance bei der Ausbildungsbörse in der Gifhorner Stadthalle, sich über verschiedene Ausbildungsberufe zu informieren.

Gifhorn. Bei der Ausbildungsplatzbörse am gestrigen Mittwoch wurden etliche Besucher handgreiflich.

Ein Kupferrohr schneiden, digitales Schweißen simulieren, einfach einen Nagel in einen Balken schlagen und vieles mehr boten viele der 75 potenziellen Arbeitgeber den jungen Besuchern aus den Schulen im Landkreis in der Stadthalle Gifhorn gleich als praktische Erfahrung.

Christian Kaiser, Zimmermeister aus Weddersehl, hatte dafür eine Chance, künftige Auszubildende zu begutachten. Vier Schläge brauchte Kaiser für einen Nagel, bei so manchem Jugendlichen dauerte es eher vier Minuten. Das Interesse allerdings war groß. „Ich wollte das mal ausprobieren“, sagte etwa Anina Klapdor von der IGS Wittingen. Mitschülerin Finja Dargel wusste noch nicht genau, ob sie sich dafür erwärmen konnte. Wer nicht seine Liebe zum Hammer entdeckte, der lernte bei Kaiser auch andere Möglichkeiten kennen: „Wir arbeiten deutschlandweit, derzeit bauen wir in Berlin ein fünf- und ein siebenstöckiges Haus. Daher bilden wir auch Ingenieure und Bürokräfte aus.“ Drei Lehrverträge sind für 2019 bereits unter Dach und Fach, ein oder zwei weitere dürfen es noch sein. Die Abbrecherquote sei niedrig, der Beruf zukunftsorientiert. Das galt für alle Arbeitgeber.

Auch bei der Bundeswehr war der Andrang groß. Lisa und Marie, Achtklässler aus Wittingen, wollten sich über die Pferdestaffel informieren. Die Infos dazu hatten sie aus dem Fernsehen. Alternativen sahen die beiden im Ritz Carlton oder als Kosmetikerin. „Wir brauchen jedes Jahr mindestens 2000 neue Soldaten“, erklärte Bundesbeamtin Patrizia Leicht. „Wir nehmen alle Ausbildungsabschlüsse. Und wir haben sehr viele Ausbildungsberufe.“ Auch bei Butting und bei Lorenz war die Zahl der Berufe groß. Jutta Neumann vom Jobcenter und Torsten Wrede vom Arbeitgeberservice, die die Börse zusammen mit der Allianz für die Region organisierten, waren zufrieden. „Die Resonanz ist super, und weil die Schulen Termine bekommen haben, gibt es eine ständige gleichmäßige Auslastung“, sagte Neumann.

Auch die Stadthalle selbst präsentierte sich als möglicher Arbeitgeber. Nora Schöps und Cara Ostermann erklärten den Besuchern, dass man entweder eine Ausbildung als Veranstaltungstechniker oder zum Veranstaltungskaufmann angehen könnte. „Als Techniker hat man mit dem Aufbau, Ton, Video, Licht und Elektronik zu tun“, sagte Ostermann. Im Büro gehe es dagegen um Organisation, Rechnungen, Miete oder Verträge, fügte Schöps an. Am 14. November gibt es in der Wittinger Stadthalle eine Arbeits- und Ausbildungsplatzbörse.

Von Burkhard Ohse

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