Bürger sind weiterhin beim Kreisentwicklungskonzept gefragt

Die Zukunft unserer Dörfer

Präsentieren am 17. Oktober das Kreisentwicklungskonzept: Christine Gehrmann und Landrat Andreas Ebel. Foto: Ohse
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Präsentieren am 17. Oktober das Kreisentwicklungskonzept: Christine Gehrmann und Landrat Andreas Ebel.

Gifhorn. Ausgiebig wurde am Kreisentwicklungskonzept (KEK), das der Kreistag im Juni 2016 beschlossen hatte, gearbeitet. Politiker, Vertreter gesellschaftlicher Institutionen, aber vor allem auch interessierte Bürger brachten sich ein.

Das Ergebnis soll nun offiziell vorgestellt werden. Am 17. Oktober um 18 Uhr lädt Landrat Andreas Ebel in den Rittersaal ein.

Und da ist jeder willkommen, auch wenn man sich bisher nicht beteiligt hat, sagt Ebel. „Das KEK und seine Zielrichtung für einen wirtschaftlich und gesellschaftlich starken Landkreis mit hoher Attraktivität in allen Bereichen des täglichen Lebens liegt mir sehr am Herzen“, erklärt der Landrat. Man wolle die Bürger „mitnehmen“. „Wir wollen das KEK auf breite Füße stellen, daher ist uns die Bürgerbeteiligung wichtig.“

Unter den brennendsten Themen sind, so verrät Ebel schon, der Ausbau der Radwege und die Sanierung der Kreisstraßen. Im Nordkreis steht außerdem noch eher die Arbeitsplatzförderung auf der Wunschliste als im Südkreis. Dazu sind Baulückenbestandskataster gefragt. „Die Bürger wollen ihre Ortschaften mitgestalten. Vor allem die Lebensbedingungen sind große Themen. Schulen, Nahversorgung, Mobilität oder Kinderbetreuung sind die Stellschrauben, mit denen man die Orte aufwertet“, so Ebel. Eine Folge der Erfassung sei, dass der Kreistag jüngst die Mittel zur Kreisstraßensanierung bis 2020 von einer auf vier Millionen Euro aufgestockt habe. „Mit einer Millionen Euro pro Jahr hätte die Sanierung der 400 Kilometer Kreisstraßen 365 Jahre gedauert“, erklärte Ebel.

Mit der Einladung an die Politik, gesellschaftliche Vertreter und vor allem die Bürger können sich viele Menschen einen Überblick über die Kreisentwicklung und den aktuellen Diskussionsstand verschaffen. Außer der Vorstellung des Konzepts wird ein Referat über ein „Fitnessprogramm für die Zukunft unserer Dörfer“ präsentiert. In dem Vortrag stellt Professor Gerhard Henkel vom Institut für Geographie der Universität Duisburg-Essen interessante Gedanken zur Dorfentwicklung vor. „Gerhard Henkel ist ein ausgewiesener Dorfforscher, Professor für Humangeographie, und kennt das Dorfleben auch aus der Praxis heraus“, erklärt Christine Gehrmann, Beauftragte für Gleichstellung und Demografie im Landkreis. Der auch als „Dorfpapst“ bezeichnete Wissenschaftler gab kürzlich sein zweites Standardwerk zu diesem Thema heraus. Auch beim KEK arbeite man gerade an der Druckausgabe, erklärt Gehrmann. Darin werden die aktuellen Ergebnisse und Folgerungen stehen, die dann am 17. Oktober diskutiert werden können.

Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten des Rittersaals ist eine Anmeldung bis zum 4. Oktober bei Christine Gehrmann erforderlich. Entweder unter der Emailadresse christine.gehrmann@gifhorn.de oder unter (05371) 82386.

Von Burkhard Ohse

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