Landesbehörde ist mitten in Planungen / Baubeginn steht aber noch nicht fest

Zehn neue Radwege im Kreis

Das unbefestigte Teilstück am Ortseingang von Hankensbüttel soll ausgebaut werden – einer der geplanten Radwege an Bundes- und Landesstraßen im Kreis Gifhorn. Foto: Schossadowski

Landkreis Gifhorn. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr treibt derzeit die Planungen für zehn neue Radwege an Bundes- und Landesstraßen im Kreis Gifhorn voran.

Das geht aus einer Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Ingrid Klopp hervor, die das niedersächsische Wirtschaftsministerium jetzt beantwortet hat. Wann die Radwege gebaut werden, ist aber völlig unklar. Bis dahin könnten noch einige Jahre vergehen, erklärt Michael Peuke, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Wolfenbüttel, auf IK-Anfrage.

Sechs Radwege sollen an der B 244 gebaut werden. „Am weitesten sind wir bei der Verbindung von Ahnebeck über Croya zum Kattlocher Busch“, sagt Peuke. Bei diesem 3,7 Kilometer langen Abschnitt komme die Landesbehörde „langsam auf die Zielgerade. Wir bewegen uns dort in Richtung Baurecht.“ Weit fortgeschritten sei die Planung auch für den Radweg an der B 244 zwischen Wittingen und Zasenbeck (7,9 Kilometer).

Erst in einem frühen Stadium des Verfahrens befinde sich seine Behörde dagegen bei den Radwegen Rühen–Parsau (4,6 Kilometer), Benitz–Zasenbeck (6,2 Kilometer) und Hankensbüttel–Repke (4,7 Kilometer). Noch einiges zu planen sei auch für ein etwa 300 Meter langes Teilstück am Ortseingang von Hankensbüttel, aus Richtung Alt-Isenhagen. „Dort existiert bislang nur ein unbefestigter Weg. Geplant ist ein Ausbau mit Asphalt, außerdem soll es Querungen geben“, erläutert Peuke.

Zwei Projekte sind an der B 188 in Planung: zwischen Osloß und Weyhausen (1,9 Kilometer Länge) und zwischen Warmse und Ahnsen (2,9 Kilometer). An zwei Landesstraßen im Kreis Gifhorn sollen ebenfalls Radwege entstehen: entlang der L 284 zwischen Ummern und Wesendorf (5,4 Kilometer) und an der L 321 zwischen Schwülper und Rethen (3,2 Kilometer).

Die Verwirklichung aller zehn Projekte wird aber noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Peuke zeigt das langwierige Verfahren auf: Die technische Planung dauere etwa zwei Jahre. Danach werde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, wofür etwa ein halbes Jahr veranschlagt werde. Nach weiteren 12 bis 18 Monaten sei der Planfeststellungsbeschluss zu erwarten, danach herrsche Baurecht. „Und dann braucht man noch Geld für den Bau und muss zudem in Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern eintreten“, sagt Peuke.

Neun Radwege an Bundes- und Landesstraßen hat die Landesbehörde zwischen 2004 und 2011 im Kreis Gifhorn fertig gestellt. Die Gesamtlänge beträgt rund 14,4 Kilometer. Auch das geht aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums an Klopp hervor. Der längste Radweg wurde 2004 an der B 244 zwischen Zicherie und Böckwitz geschaffen (3,98 Kilometer). An zweiter Stelle liegt der 2010 gebaute Radweg an der B 248 zwischen Brome und der Landesgrenze (2,6 Kilometer).

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare