Kriminalitätsstatistik 2013

Zahl der Straftaten im Landkreis Gifhorn rückläufig

Gifhorns Polizeichef Michael Feistel (l.) und Kripochef Jürgen Schmidt (r.) stellten die Kriminalitätsstatistik vor. Foto: Behrens

LANDKREIS GIFHORN -  „Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter uns“ – so die einleitenden Worte von Gifhorns Polizeichef Michael Feistel gestern bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für 2013. „Die Zahlen sind gut".

Wir haben eine Aufklärungsquote von 72,52 Prozent und einen deutlichen Rückgang um 7 Prozent bei den Straftaten“, so Kripochef Jürgen Schmidt.

Die statische Häufigkeit, Opfer einer Straftat zu werden, liege bei 4743 Delikten auf 100 000 Einwohner im Kreis. Das sei besser als der Bundesdurchschnitt. Insgesamt gab es 8111 Straftaten, von denen 5087 aufgeklärt wurden. Eine hohe Dunkelziffer gebe es im Bereich der Internetkriminalität, weil viele kleine Delikte nicht angezeigt würden, hieß es.

Ein Problem seien 1723 Opfer, die durch Gewalt persönlich geschädigt wurden. Von den ermittelten 3668 Tatverdächtigen seien drei Viertel männlich und 468 nicht deutscher Herkunft. Von 97 Sexualdelikten wurden immerhin 85 aufgeklärt. Aktuell werde in 23 Fällen von Kinderpornographie ermittelt.

Von den 2821 Diebstählen wurde rund ein Drittel aufgeklärt. Darunter sind 211 Wohnungseinbrüche (39 aufgeklärt). Täter seien meistens Banden, die die guten Verkehrswege in Richtung Osten kennen würden. Die Ermittlungen seien schwierig. Die Täter seien nur wenige Wochen im Landkreis, die Ermittlungen streckten sich aber über Monate. „Einige Bewohner fühlen sich nicht mehr sicher, einige sind umgezogen“, weiß Schmidt.

„Wir haben schon 2012 erkannt, wohin die Marschroute geht. Mit dem Infomobil können wir aufklären. Gern geben wir auch persönliche Beratung“, berichtete Hans-Hermann Salge von der Vorsorgearbeit. Die Polizei brauche die Mitarbeit der Bevölkerung, und Nachbarn sollten wachsamer sein. Wohnhäuser sollten mechanisch besser gesichert werden, besonders die, die älter als 15 Jahre sind. Bedauerlich sei, dass die Gewalt gegen die Polizei in den letzten drei Jahren stetig zugenommen habe. Die Polizei hatte es auch mit Skimming an Geldautomaten (Ausspähen von Geheimnummern) zu tun. Noch in der Nacht wurden dabei Daten zu den Haupttätern nach Slowenien gesendet und Geld abgehoben.

„Der Landkreis ist sicher, die Bürger können sich auf die Polizei verlassen“, lautete dennoch das Fazit von Feistel und Schmidt.

Von Bernd Behrens

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