Viele Aktivitäten beim Museums- und Heimatverein Gifhorn

Wunsch: Neue Ausstellung

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Der Museums- und Heimatverein Gifhorn wünscht sich im Schlossmuseum eine neue Ausstellung. Etwas „Interaktives und Regionales“ wäre optimal.

Gifhorn. „Wir haben 200 Mitglieder“, berichtete Vorsitzende Antje Präger jetzt für den Museums- und Heimatverein Gifhorn. Zur Altersstruktur sei festzuhalten, dass es durch Todesfälle und Austritte regelmäßig Verluste gebe. „Doch viele halten uns die Treue."

Seit 104 Jahren besteht der Verein schon. Sechsmal im Jahr werden Exkursionen unternommen. Zudem werden Stadtbesichtigungen angeboten.

Für 2018 ist die Planung fertig: Seit 2015 gibt es die Geowissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft (AG). Kindern und Jugendlichen werde darin der Zugang zu Mutter Erde ermöglicht. Goldwaschen sei dabei eines der Lieblingsprogramme der Teilnehmer.

Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld ist bei der Archäologischen AG neu dazugestoßen. Die dritte AG sind die Gartenfreunde des Kavalierhaus-Gartens. „Sie haben viel Freude daran und suchen noch helfende Hände“, sagte Präger. Die Mitglieder kümmerten sich um die Beete, Bäume und Blumen im Garten von Emma Wrede. „Es ist der letzte Garten in der Stadtmitte, wo man sehen kann, wie es früher mal war“, sagte Präger. Auch Gartenpatenschaften seien möglich. „Es gibt einige, die spenden, damit auch mal ein professioneller Gärtner kommt.“

Eine gute Zusammenarbeit pflegt der Verein mit der Bürgerstiftung Kavalierhaus. Es wurde ein Fonds ins Leben gerufen, um Schulklassen finanziell beim Museumsbesuch zu unterstützen – „um zu helfen, die Hürde zu senken“, sagt Präger. Das Ganze laufe schon, es gebe entsprechende Nachfragen. Finanziert werde die Maßnahme durch Besucherspenden.

„Wir haben als Verein außerdem geholfen, den Rosengarten zum Blühen zu bringen“, sagte Präger. Beim Historischen Museum Schloss Gifhorn gebe es den dringenden Wunsch nach einer neuen Ausstellung. „Etwas Interaktives und etwas Regionaleres.“ In den 70er Jahren habe die Besucherzahl bei jährlich 30 000 Gästen gelegen. „Das ist kontinuierlich heruntergegangen.“ Dr. Christoph Schmidt, Leiter der Museen des Landkreises, pflichtete Präger bei: „Wir teilen diesen Wunsch nach einer neuen Dauerausstellung.“ Darüber werde aktuell nachgedacht und das sei im Fluss. Ulrike Wendt-Sellin als Vertreterin von Museumsleiterin Birthe Lehnberg, die sich derzeit in Elternzeit befindet, recherchiere gerade dazu, so Schmidt.

Von Paul Gerlach

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