Bei Gifhorner Verkehrskonferenz

Vorstoß für Streckenerhalt: Wittingen-Rühen: Geht da noch was?

Politiker aus Gifhorn und Wolfsburg üben offensichtlich den Schulterschluss, um die Trasse Wittingen-Rühen noch zu retten.
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Politiker aus Gifhorn und Wolfsburg üben offensichtlich den Schulterschluss, um die Trasse Wittingen-Rühen noch zu retten.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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bo Gifhorn. In die Debatte über die OHE-Strecke Wittingen-Rühen kommt neue Bewegung – dieser Eindruck ließ sich zumindest in einem der fünf Workshops der Verkehrsinfrastrukturkonferenz gewinnen, zu der der Landkreis Gifhorn am Montagabend eingeladen hatte.

Rund 130 Teilnehmer, darunter viele Lokalpolitiker und Rathauschefs, hatten sich zu der Veranstaltung im Rittersaal des Schlosses versammelt.

Landrat Dr. Andreas Ebel wollte die Konferenz als Auftakt zu einer weiteren Diskussion über Verkehrsthemen in den Gremien des Landkreises verstanden wissen. Die Anregungen aus den fünf Arbeitskreisen – Straßenbau, Radwege, Verkehrssicherheit, ÖPNV/Bürgerbusse, Schienenverkehr – sollen in der künftigen politischen Arbeit aufgegriffen werden.

Ein Thema, das fast schon abgehakt schien, kommt schon am nächsten Montag, 22. Juni, auf die Agenda des Verkehrsausschusses des Landkreises (15 Uhr, Gifhorner Schloss): die OHE-Trasse nach Rühen. Nachdem die Befürworter eines Streckenerhalts im politischen Raum bisher keinen spürbaren Rückhalt erfahren haben, galt eine Entwidmung als ausgemacht. Auch OHE-Eisenbahnbetriebsleiter Sebastian Schülke, der an der Konferenz teilnahm, kannte bis Montagabend „keine Interessenbekundungen für den Erhalt der Strecke aus Politik und Wirtschaft“.

Einen solchen Vorstoß will die Gruppe aus FDP und Unabhängigen im Kreistag nun nachliefern: Sie beantragt, die OHE-Strecke zurzeit nicht zu entwidmen. Ein ähnlicher Antrag liegt von Bürgervertreterin Eva Gresky vor, und angeblich gibt es für die Trasse auch neuen Rückenwind aus Wolfsburg.

Für Freude sorgten bei Schienen-Fans derweil Aussagen von Schülke zur Strecke Wittingen-Celle.

Mehr zu dem Thema steht heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

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