Problem bei Biogasanlage in Schweimke: Mancher Anlieger rümpft die Nase / Vorerst keine Lösung

„Wir kriegen Gerüche nicht weg“

Aufgrund technischer Probleme verbreitet die Biogasanlage in Schweimke derzeit einen unangenehmen Geruch. Im Ort ist dies – je nach Windrichtung – mal mehr, mal weniger zu riechen.
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Aufgrund technischer Probleme verbreitet die Biogasanlage in Schweimke derzeit einen unangenehmen Geruch. Im Ort ist dies – je nach Windrichtung – mal mehr, mal weniger zu riechen.

Schweimke. Von der Biogasanlage der Firma Bioenergie Schweimke wehen derzeit unangenehme Gerüche in Richtung Ort – je nachdem, wie der Wind steht. Der Grund sind technische Probleme. Manch ein Anlieger rümpft deswegen die Nase.

„Hier liegen keine aktuellen Beschwerden gegen Geruchsbelästigungen vor“, berichtet Antje Präger, Fachbereichsleiterin Umwelt beim Landkreis, auf IK-Anfrage. Im Sommer habe es Beschwerden einer Anwohnerin über Geruchsbelästigung gegeben. Es sei aber keine wirkliche Ursache auf der Anlage gefunden worden, so Präger.

„Die Gerüche gehen von der Gärresttrocknung bei der Abwärmenutzung des Motors aus“, sagt Geschäftsführer Dierk Rodewald von der Bioenergie Schweimke dem IK. Ohne diese Nutzung rechne sich die Anlage nicht. Unter den Bürgern habe es eine Umfrage gegeben, wer sich für die Nutzung der Wärme interessiere.

Das Problem im Detail: Der erste Trockner, den die Firma zum Einsatz bringen wollte, funktionierte nicht. Nun sollte es ein zweites Modell richten. Der Hersteller verspricht laut Rodewald, dass dabei keine großen Gerüche entstehen. „Doch wird sind eines Besseren belehrt worden.“ Rodewald zieht das bittere Fazit, dass man sich nicht auf die Herstellerfirmen verlassen könne. Jetzt sei man dabei, mit der zweiten Firma das Problem zu lösen. Die Gerüche seien auf Ammoniak zurückzuführen. Die Schwefelsäuren-Eindüsung funktioniere. „Aber wir kriegen die Gerüche nicht weg.“ An der Frage, wie das zu bewerkstelligen sei, werde gearbeitet. [...]

Von Paul Gerlach

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