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Wilder Westen in der Heide

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Die Münchnerin Marina Koller bot erfrischende, flotte Lieder und begeisterte das Publikum. Fotos: Ohse
Die Münchnerin Marina Koller bot erfrischende, flotte Lieder und begeisterte das Publikum. Fotos: Ohse

Gifhorn. Sie wollten gern Dave Dudley hören, und nicht nur das. Knapp 800 Country-Fans kamen am Freitagabend in die Stadthalle, um die Cowboys von der Waterkant mit dem ehemaligen Gifhorner Dirk Schlag zu erleben.

Die Herzen der Fans schlagen höher: Truck Stop war zum ersten Mal in Gifhorn und freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen.
Die Herzen der Fans schlagen höher: Truck Stop war zum ersten Mal in Gifhorn und freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Etliche Fans hatten sich kleidungs- und stimmungsmäßig ganz auf Truck Stop eingestellt. Wer wollte, konnte sich auch noch im Foyer für das Konzert mit Hut oder Bolotie standesgemäß in Schale werfen.

Und auch der zweite Gifhorner des Abends begeisterte die Musikliebhaber. Heinrich „Doc“ Wolf alias Heinrich Wulfes aus Neudorf-Platendorf eröffnete mit der Big Band der TU Braunschweig und einer Hommage an Johnny Cash den Abend. Da wurde es nicht nur beim „Ring of Fire“ so richtig warm ums Herz. Wulfes, der mit Liedern von Cash auch in Amerika schon Erfolge feierte, interpretierte die Songs nicht nur sehr emotional und mit ganzem Herzblut, sondern brillierte auch mit Geschichte und Geschichtchen der Country-Legende. Wie auch Truck Stop machte er zudem einen Abstecher in den Rock’n’Roll.

Vor der Hamburger Band erfreute die Münchnerin Marina Koller solo und auch mit Gitarrist Dirk Schlag und erfrischenden, flotten Liedern, überbrückte Martin Jones, Moderator beim Mitteldeutschen Rundfunk, die Wechselpausen. „Wir sind zum ersten Mal in Gifhorn, außer natürlich Dirk“, stellten die Mitglieder von Truck Stop im 39. Jahr ihres Bestehens fest – aber es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn auf die Frage der Band, ob sie wiederkommen sollen, gab es ein einhelliges „Ja“ von den Gästen in der Stadthalle, und das, obwohl viele von weit her gereist waren.

Am Saxophon: Auch die Big Band der TU Braunschweig zeigte ihr Können.
Am Saxophon: Auch die Big Band der TU Braunschweig zeigte ihr Können.

Den Rekord dürfte dabei wohl eine Gruppe aus Oberösterreich aufgestellt haben, die der Band hinterherreiste. Truck Stop sangen von Liebe, der Sehnsucht nach Freiheit, dem Großstadtrevier, dem wilden, wilden Westen, dem Tramp und der Lady oder dem Studio in Maschen, standesgemäß mit Hut, Jeans und der Routine von fast vier Jahrzehnten. Auch sie machten Anleihen bei Cash und Status Quo und bedankten sich bei „Doc“ Wulfes, der als Veranstalter maßgeblich für das Zustandekommen des Konzerts verantwortlich zeichnete.

Fotos zum Fest  

Als Erinnerung an den Abend eigneten sich auch Bilder des Braunschweiger Cash-Künstler Rüdiger Franz, die im Foyer ausgestellt waren. Einziges Ärgernis an diesem Countryabend, allerdings lediglich für einige Fans: Es gab nur 360 Sitzplätze.

Die ersten Gäste kamen bereits zwei Stunden vor dem Konzert. „Das sind ganz spezielle Leute“, stellte Ulrich Stenzel fest, der seinen Freund Wulfes an diesen Abend unterstützte. Wenige Gäste nur nutzten die Musik zum Linedance oder sonstiger Bewegung. Weitere Bilder gibt es auf:

Von Burkhard Ohse

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