Wieder nur Flickwerk

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Die Kreisstraße 7, die durch Oerrel führt, glich nach dem letzten Winter bereits einer Buckelpiste. Auch in diesem Jahr wird sie, wie andere Straßen im Kreis auch, nur provisorisch geflickt.

Landkreis Gifhorn - Von Carola Peiser. In Deutschland sorgen Eis und Schnee schon jetzt für Straßenschäden, die weit höher liegen als im vergangenen Winter – so vermelden es die überregionalen Nachrichten. Mit dem einsetzenden Tauwetter werden auch auf den Straßen im Landkreis Gifhorn die ersten Schäden sichtbar: mal kleine, mal größere Schlaglöcher, abgebröckelte Fahrbahnkanten. Darunter leiden nicht nur die Autos –für Zweiradfahrer können diese Löcher ziemlich gefährlich werden.

„Wir werden wieder erhebliche Schäden haben“, weiß Holger Schulz, stellvertretender Leiter des Kreisbauamtes in Gifhorn. „Nach dem letzten strengen Winter konnte vieles nur provisorisch geflickt werden. Das lag nicht zuletzt an den mangelnden Haushaltsmitteln“, erläutert Schulz. Auch wenn das Budget 2010 etwas aufgestockt wurde, sei der größte Teil für die Anschaffung von Streusalz und Laugen verwendet worden.

„Eine verlässliche Aussage zu den Straßenschäden können wir erst im März treffen, wenn der Winter vorbei ist und die Straßen eis- und schneefrei sind“, weiß der Bauamtsmitarbeiter. Dennoch mutmaßt Schulz: „Eine Straße, die wie 2010 wieder besonders unter dem Frost leiden wird, ist die Kreisstraße 7.“ Allein für die Unterhaltung der Kreisstraßen wurde im Haushalt 2011 rund 1 Million Euro eingeplant – ursprünglich sollten es „nur“ 750 000 Euro sein.

Die Bürger beklagen, dass viele Straßen nur notdürftig geflickt wurden. „Aber das wird vielerorts in diesem Jahr nicht anders sein. Auch an der K 7 wird es wieder nur Unterhaltungsmaßnahmen geben – ansonsten würde es sich um einen ‘grundhaften Ausbau’ handeln“, informiert Schulz.

Dafür sind, so Schulz, aber auf der investiven Seite zu wenig Mittel vorhanden – zumal man für Straßensanierungen gerne Mittel aus dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (GVFG) in Anspruch nehme. Für geplante Radwege und Straßensanierungen seien Vorplanungen bereits in Auftrag gegeben worden. Nun warte man auf einen Bewilligungsbescheid. Schulz: „Der Prozess von der Planung bis zum tatsächlichen Bau kann drei bis vier Jahre dauern.“

Zwischenzeitlich waren die Lager leer und Streusalz Mangelware. Wurde zu viel gestreut? „Es wurde nicht übermäßig viel Salz gestreut, der Bedarf war einfach da. Nur die Lieferung kam nicht so schnell nach, wie wir dachten. Daher war es in der Zeit um Weihnachten recht problematisch. Jetzt kommen die Lieferungen, es wird keinen Engpass mehr geben“, versichert Schulz.

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