Vortrag und Fotoausstellung im Gifhorner Schloss zum Thema Prostitution

„Wenn Frauen zur Ware werden“

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Im Rittersaal des Gifhorner Schlosses dreht sich am 28. Februar alles rund um das Thema „Prostitution“.

Gifhorn – Sie sind beeindruckend, die Fotos, die Fotografin Bettina Flitner von Freiern und Prostituierten machte und die nun im Rahmen der Veranstaltung „Wenn Frauen zur Ware werden“ am Donnerstag, 28. Februar, ab 19 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses zu sehen sind.

Die Fotografin Bettina Flitner verbrachte zehn Tage in dem Stuttgarter Großbordell „Paradise“ und fragte die Kunden des Hauses: „Warum sind Sie hier?“ Sie porträtierte die Männer auf den Bordellbetten.

Ein Jahr später, im Jahr 2014, fragte sie Frauen auf dem „längsten Straßenstrich Europas“ entlang des deutsch-tschechischen Grenzstreifens: „Wovon träumen Sie?“ Sie porträtierte die Frauen an ihren Arbeitsplätzen. 20 Plakate sind daraus entstanden, die einen sehr intimen und zugleich öffentlichen Blick werfen auf ein Thema, von dem alle wissen, aber über das niemand gern spricht. Ein Blick in eine deutsche „Schmuddelecke“, in der Milliarden Euro jährlich umgesetzt werden.

Zugleich werfen die Veranstalterinnen am Donnerstag mit der Veranstaltung einen Blick ins Rotlichtmilieu und widmen sich folgenden Fragen: Wie ist die Situation der Mädchen und Frauen in den Rekrutierungsländern? Wie sind die Anwerbungs- und Schleusungsmethoden sowie die Ausbeutung der Sexsklavinnen in den bundesdeutschen Rotlichtmilieus? Was erwartet diese Frauen hier in Deutschland? Wie geht es ihnen hier? Was muss getan werden, um hier einen Stopp zu setzen?

Mit dabei ist der Experte in Sachen Rotlichtmilieus, Erster Kriminalhauptkommissar im Ruhestand Manfred Paulus aus Mainz, der auf die Freiheiten und die (Kriminalitäts-) Entwicklung in den bundesdeutschen Rotlichtmilieus eingeht.

Anschließend diskutieren Paulus, Frank Bauerfeld von der Polizeiinspektion Gifhorn, Luca Lehmann von der Beratungsstelle Solwodi Braunschweig und Gabriele Pöllet, SoDiStra Gifhorn, über die Situation der Frauen speziell im Landkreis Gifhorn.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Weitere Informationen sind erhältlich über die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Gifhorn, (05371) 82386 und gleichstellungsbeauftragte@gifhorn.de.

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