Blitzmarathon: Polizei registriert kaum Tempoverstöße – derweil bleiben Baumunfälle im Fokus

Weniger Raser als im Landesschnitt

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Nicht immer ist das Tempo die Ursache: Baumunfälle passieren oft durch Unaufmerksamkeit.

Landkreis Gifhorn. Die Öffentlichkeitskampagne im Vorfeld hat Wirkung gezeigt: Beim 24-Stunden-Blitzmarathon, der gestern morgen zu Ende ging, sind nur 1,3 Prozent der im Landkreis Gifhorn kontrollierten Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs gewesen.

„Bei normalen Kontrollen sind es 10 bis 15 Prozent“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter.

Die Zahlen im Landkreis sind noch besser als auf Landesebene. In Niedersachsen wurden bei 124 000 kontrollierten Fahrzeugen 4313 Tempoverstöße registriert, eine Quote von 3,49 Prozent. Im Gifhorner Raum waren es bei 1995 Fahrzeugen, die per Laser oder PPS-Wagen angepeilt wurden, insgesamt 26 Temposünder.

Von denen bewegten sich nur 5 im Bußgeldbereich (bei 21 Verwarngeldern), darunter ein Autofahrer, der in der 70er Zone auf der B 4 bei Wichelnförth mit Tempo 91 erwischt wurde. Kurios: Im weiteren Verlauf der B 4 in Richtung Groß Oesingen war ein Verkehrsteilnehmer mit 49 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 100 unterwegs. Das warf bei den Beamten, die den Wagen bemerkten, die Frage auf, ob der Fahrer Drogen konsumiert hat. Die Überprüfung ergab: Der Mann fühlte sich durch die Ankündigungen des Blitzmarathons „völlig verunsichert“, deshalb fuhr er lieber ganz langsam.

Insgesamt habe man mit der Bilanz gerechnet, sagte Reuter. Der Blitzmarathon habe das Thema Geschwindigkeit ins Bewusstsein gerückt, die Nachhaltigkeit bleibe abzuwarten: „Es gibt immer Unbelehrbare.“ [...]

Von Holger Boden und Steffen Schmidt

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