Auch 2013 viele Straßenarbeiten im Kreis / B 4-Brücke in Gifhorn wird abgerissen

Ein weiteres Baustellenjahr

Eine Großbaustelle entsteht 2014 in Gifhorn: Die marode Brücke der B 4 wird abgerissen und durch ein komplett neues Bauwerk einschließlich höherer Lärmschutzwände ersetzt. Deshalb wird der Verkehr für eineinhalb Jahre umgeleitet. Fotos: Ohse

Landkreis Gifhorn. Autofahrer im Landkreis Gifhorn mussten im vergangenen Jahr viel Geduld aufbringen. Auf zahlreichen Straßen gab es Ausbau- und Sanierungsarbeiten, zum Beispiel auf Abschnitten der B 4.

Und die Baustellen-Flut auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen setzt sich in diesem und im kommenden Jahr fort.

Der Abriss der Brücke über der Celler Straße in Gifhorn ist nur eine von vielen Straßenbaumaßnahmen im Kreis. Bereits in diesem Jahr sollen auch die Fahrbahnen mehrerer Landesstraßen saniert werden.

Die größte Baumaßnahme ist der für 2014 geplante Abriss der Brücke der B 4 in Gifhorn. Das vierspurige Bauwerk über der Celler Straße stammt aus dem Jahr 1966 und ist nur noch vermindert tragfähig, erklärt Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf Anfrage des IK. Deshalb wird die Gifhorner Westumgehung komplett erneuert. Geplant sind dort zwei moderne Brücken – eine für jede Fahrtrichtung.

„Wir sind zurzeit im Planfeststellungsverfahren, die Baugenehmigung durch den Landkreis liegt noch nicht vor“, sagt Mühlnickel. „Ich gehe aber davon aus, dass im Frühjahr 2014 Baubeginn ist.“ Für etwa eineinhalb Jahre wird dieser Bereich vollständig für den Verkehr gesperrt. Die erste Brücke soll Ende 2015 oder Anfang 2016 für den Verkehr freigegeben werden, die zweite Brücke im Herbst 2016. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Auskunft der Landesbehörde auf 15 Millionen Euro und werden vollständig vom Bund getragen.

Außerdem wird der Lärmschutz an den beiden Brücken erneuert. Die bestehenden Wände an der B 4 sollen auf maximal fünf Meter erhöht werden, weil der bisherige Lärmschutz aufgrund aktueller schalltechnischer Untersuchungen unzureichend ist. Der Einbau wird den Bund noch einmal rund eine Million Euro kosten.

Während der Brückenarbeiten wird der Verkehr umgeleitet. In südlicher Richtung führt die vorgesehene Ausweichstrecke über die B 188 und anschließend über Leiferde und Ribbesbüttel. In nördlicher Richtung rollen die Fahrzeuge über Isenbüttel und die K 114.

Straßenbauarbeiten im Kreis Gifhorn plant die Landesbehörde auch für 2013. So geht der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Sprakensehl im Zuge der B 4 weiter. Ab dem Frühjahr wird der Verkehr dort wieder mit Ampeln einspurig an der Baustelle vorbeigeführt.

Deckenerneuerungen soll es zum Beispiel auf Teilabschnitten der B 244 zwischen Wittingen und Hankensbüttel geben, ebenso auf der L 280 zwischen Hankensbüttel und Masel, der L 270 zwischen Wittingen und Stöcken, der L 288 zwischen Ehra und Boitzenhagen sowie auf der Ortsdurchfahrt an der L 286 in Wittingen. „Diese Arbeiten sind aber noch nicht sicher“, betont Mühlnickel. Der Grund: Es fehlt noch die Freigabe der notwendigen Mittel. „Voraussichtlich im Frühjahr wissen wir dazu Näheres.“

Fahrbahnerneuerungen plant auch der Landkreis Gifhorn für 2013. Priorität hat dabei die Sanierung der maroden Ortsdurchfahrt in Oerrel.

Von Bernd Schossadowski

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