Erstes Street-Food-Open-Air in Gifhorn gut besucht / Exotische Genüsse

Warum nicht Eis mal frittiert?

+
Fish and Chips wie in England sind selten in Gifhorn zu haben.

Gifhorn. Wer es am Wochenende kulinarisch exotisch mochte, der musste Geduld mitbringen. Das Format Street-Food-Open-Air fand zum ersten Mal in der Fußgängerzone der Kreisstadt statt, und dazu fuhren die Anbieter der verschiedensten lukullischen Genüsse ihre Angebote auf.

Foodtrucks und Garküchen hatten mit zum Teil ebenfalls exotischen Fahrzeugen in Gifhorn haltgemacht.

Viel Geduld mussten die hungrigen oder neugierigen Gäste mitbringen.

Der Union Jack verriet, wo es Fish and Chips gab, die anderen hatten in Großbuchstaben plakatiert, was es bei ihnen gab. Würziges, Originelles, eben keine Bratwurst oder einen simplen Döner, gab es. Die Gifhorner und ihre Gäste waren neugierig und stellten sich geduldig in die Schlangen an, um handgemachte oder wie es beschrieben wurde, „Handmade Burger“, Churros, handgemachte Pommes mit Trüffel-Mayonnaise und marokkanische Minz-Burger oder Himbeer-Balsamico-Burger zu verköstigen oder als Mittagessen einzunehmen. Überall galt, nichts war gewöhnlich, das Essen allenfalls aus dem Urlaub bekannt, und so gab es viel internationales Flair rund um den Ceka-Brunnen. Und dann sah man auch noch frittierte Eiskugeln. Wie das geht, erklärte Peter Csatari, der diese Extravaganz herstellte. „Eine große Kugel Vanilleeis wird mit Panade versehen und per Hand mit flüssigem Teig umhüllt. Dann wird die süße Kugel frittiert“, sagte er. Wahlweise standen die Geschmacksrichtungen Mango, Schokolade oder schwarze Johannisbeere zur Auswahl. Dazu hatte er Wraps im Angebot. Ein Stückchen weiter gab es Flammkuchen, entweder die herkömmliche bekannte Art oder die Variante mit Apfel, Zucker und Zimt und nach Wahl auch mit Apfelschnaps.

Fleißig brutzelten und produzierten die Köche und „Street-Food-Artisten“ so vor den Augen der Konsumenten, von denen bei nicht wenigen während des Wartens schon das Wasser im Munde zusammen lief, so etwa bei den spanischen Fleischspießen oder auch Pincho Moruno, die satte 300 Gramm Fleischstücke boten, der Länge nach aneinandergereiht. Für Vegetarier gab es unter anderem exotische Crêpes. Ebenfalls originell waren die Firmennamen. FackelMeister, Boon-Foodtruck, Food Fighter oder Street-Gourmet war dort zu lesen. Aus der Konserve kam lediglich die Musik an den drei Tagen.

Am Samstag ging es sogar bis 22 Uhr, am Sonntag war erst um 20 Uhr Schluss, sodass die Fußgängerzone recht belebt wirkte. Und die Veranstalter hatten außerdem viel Glück mit dem Wetter. Bei nicht sehr kühlen Temperaturen schien größtenteils die Sonne.

Von Burkhard Ohse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare