Unbekannter Mann wirbt im Landkreis um Spenden

DRK warnt vor unseriöser Abzocke

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LANDKREIS GIFHORN - In den vergangenen Wochen hat sich ein Mann im Landkreis Gifhorn als Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ausgegeben und versucht, Geldspenden für den Erhalt des Rettungsdienstes zu bekommen.

Das teilte Stephan Klauert, Vorstand des DRK-Kreisverbandes, mit. Das DRK, das für den Rettungsdienst in einem großen Teil des Landkreises zuständig ist, habe darüber bereits die Polizei informiert.

Klauert ist sauer: „Von mehreren Seiten wurde uns berichtet, dass der Werber den Bürgern erzählt hat, dass in Zukunft der ASB für den Rettungsdienst zuständig sei – das ist natürlich Unfug. Nach wie vor werden die Menschen im Landkreis rettungsdienstlich durch das DRK, den Rettungsdienst Haerting in Brome und im Norden des Landkreises durch den Rettungsdienst Peesel versorgt.“

Klauert warnt davor, dem unbekannten Werber Geld zu übergeben oder sich angesichts seiner Aussagen zu einer Mitgliedschaft überreden zu lassen. Wer schon Opfer dieser Masche geworden sei, der solle sich bei der auf dem Beitrittsformular aufgedruckten Rufnummer melden, sich beschweren und von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen. Erst kürzlich ist der Werber laut Klauert in Ehra unterwegs gewesen.

Auch wenn grundsätzlich alle Hilfsorganisationen auf Unterstützung durch Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen sind, darf es nach Ansicht des DRK-Vorstandes nicht dazu kommen, dass den Menschen an der Haustür diese Unterstützung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen entlockt wird. Das sieht auch der Gifhorner Polizeisprecher Thomas Reuter so: „Beim ASB ist es nicht üblich, Spenden an der Haustür zu sammeln.“ Es handele sich in diesem Fall um einen Betrug. Geschädigte sollten sich bei der Polizei melden. - msc

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