So viel los wie beim Altstadtfest

Volle Fußgängerzone beim Weinfest in Gifhorn

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Die Veranstalter registrierten: Auch in der jüngeren Generation gibt es in Gifhorn viele Weinliebhaber.

Gifhorn – Die Gifhorner mögen offenbar nicht nur Bier, sondern auch Wein. Der Zuspruch für das Weinfest am Freitagabend, das die fünf bewährten Winter aus Rheinhessen bedienten, war enorm.

Der zweite Tag des Events zog Massen an Gästen an, wie sie sonst nur zu besten Altstadtfestzeiten zustande kommen.

Viele edle Tropfen fanden am Freitagabend den Weg ins Glas. 

Dicht an dicht standen und saßen die Weinliebhaber oder die Freude gemütlichen Beisammenseins und genossen vor allem den Wein des sonnenverwöhnten Jahres 2018. Der hatte einen sehr guten Ertrag und eine hervorragende Qualität, wie alle Winzer betonten. Viel Sonne und ausreichend Wasser hatten dafür gesorgt.

Nicht ausreichend waren die 90 Bierzeltgarnituren. Und die Taxifahrer hatten an diesem Abend Hochkonjunktur. Da erhob sich die Frage, ob die vier Winzer auch genügend Wein mitgebracht hatten. „Da mache ich mir keine Sorgen, wir haben genug im Gepäck“, sagte Alexander Busch vom gleichnamigen Weingut. „Und falls das nicht reicht, haben wir Depots bei Freunden hier“, sagte er. Denn nach 30 Jahren seien seine Kunden nicht mehr Kunden, sondern Freunde. Dort lagerten daher noch etliche Flaschen für den Notfall, dass der eigene Vorrat zur Neige geht.

Nein, das ist nicht das Altstadtfest: Beim Weinfest wurde es in Gifhorns Fußgängerzone kuschelig.

Und die Kundschaft respektive Freundschaft war zum größten Teil an mindestens einem der drei Tage vor Ort in der Fußgängerzone. Die Gäste kamen auch von außerhalb der Landkreisgrenzen – das Weinfest wurde so zu einem überregionalen Volksfest, bei dem es nicht nur um die Verköstigung ging. Zu den edlen Tropfen gab es auch Musik. Fast schon zum Standardprogramm gehören „Scotland und Yard“, die mit ihren Gassenhauern viele weinselige Gäste zum ausgelassenen Tanzen vor der kleinen Bühne animierten.

Da kam dann auch die kleine Stärkung bei den umlagerten Ständen, die feste Nahrung im Programm hatten, gerade richtig. Flammkuchen waren ein Renner. Insgesamt war auch Winzer Jörg Hammen sehr zufrieden. Umsatz und vor allem die Atmosphäre stimmten. Auch am Samstag, der zunächst ein wenig verregnet war, war der Zuspruch wieder sehr groß. Da spielte Morris Sharpe mit dem Trio der Sonny-Boys. Wie am Freitag ging es auch da bis spät in die Nacht.

VON BURKHARD OHSE

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