Anstieg bei den Paaren im Landkreis Gifhorn

So viele Störche wie seit 80 Jahren nicht im Landkreis Gifhorn

Im Landkreis Gifhorn wurden in diesem Jahr insgesamt 58 Storchennester besetzt.
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Im Landkreis Gifhorn wurden in diesem Jahr insgesamt 58 Storchennester besetzt.

Landkreis Gifhorn– Trotz mancher Unglücksfälle und Brutabbrüche: Weißstörche sind im Landkreis Gifhorn weiter im Aufwind. Insgesamt wurden in diesem Jahr 58 Storchennester besetzt, und 86 Junge sind ausgeflogen.

In diesem Jahr erhöhte sich die Zahl der Störchenpaare gegenüber dem Vorjahr um weitere drei auf nun 58, wie aus dem Jahresbericht des Storchenbeauftragten Hans-Jürgen Behrmann hervorgeht.

Dabei handelt es sich um den höchsten Bestand seit mehr als 80 Jahren, sodass der Landkreis weiter im Trend der alten Bundesländer liegt, die seit gut zehn Jahren einen wieder wachsenden Storchenbestand aufweisen. Hauptursache dafür ist das veränderte Zugverhalten vieler westziehender Störche. Sie fliegen nicht mehr nach Afrika, sondern überwintern bereits in Spanien, Portugal, Frankreich und zunehmend auch in Deutschland. Da ist der Weg zurück dann auch nicht so weit.

2020 war erstmals fast ein Viertel aller Störche bereits vor dem 1. März wieder eingetroffen. Wesentlich dazu bei trugen starke Südwest-Strömungen und der milde Winter. Zugute kommt den Störchen im Kreis Gifhorn, dass zahlreiche Nisthilfen bereitgestellt werden.

Im Vorjahr hatte die große Feldmauspopulation in Norddeutschland zu einem Jungenrekord beigetragen. In diesem Jahr waren es erheblich weniger. Dennoch gab es keine ausgesprochenen Nahrungsengpässe – und ab Mitte Juni sehr große Heuschrecken-Vorkommen. Zu schaffen machte manchen Erstbrütern die Trockenheit.

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