Gifhorner Polizei legt Unfallstatistik für 2013 vor / Mehr Karambolagen

Viel weniger Verkehrstote

Reinhard Preuß (l.) und Oliver Meyer machen Radlerin Annemarie Miermeister auf die Gefährlichkeit der Kreuzung am Calberlaher Damm in Gifhorn aufmerksam.
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Reinhard Preuß (l.) und Oliver Meyer machen Radlerin Annemarie Miermeister auf die Gefährlichkeit der Kreuzung am Calberlaher Damm in Gifhorn aufmerksam.

Landkreis Gifhorn. Die Zahl der von der Polizei im vergangenen Jahr aufgenommenen Verkehrsunfälle ist die zweithöchste, die seit Bestehen des Landkreises Gifhorn registriert wurde. Insgesamt rückten die Ordnungshüter zu 4364 Unfällen aus.

Im Jahr davor waren es mit 4267 Karambolagen fast 100 Stück weniger. Dennoch sind die Ordnungshüter nicht unzufrieden. Sie legen ihr Augenmerk vielmehr darauf, wieviel Leid durch die Kollisionen verursacht wurde, weniger auf die Zahl der Einsätze, so Oliver Meyer, neuer stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Gifhorn.

In gewissem Sinne erfreulich sei, dass die Zahl der Unfälle mit Toten erstmal weniger als zehn betrug. Bei neun Unfällen starben zehn Menschen. Gleichwohl: „Jedes Todesopfer ist eines zu viel“, so Meyer. Zum Vergleich: 2012 starben 19 Menschen (2003: 28) bei Verkehrsunfällen oder an deren Folgen. Die Polizei führt den Rückgang der schweren Unfälle auch auf ihre verstärkten Kontrollen außerhalb von geschlossenen Ortschaften zurück. „Vor allem die Starenkästen haben viel zur Sicherheit beigetragen“, sagt Reinhard Preuß, zuständiger Verkehrsstatistiker bei der Gifhorner Polizei. Ein Beispiel: Seit vor drei Jahren der Blitzkasten an der B 4 südlich von Groß Oesingen aufgestellt worden sei, habe sich dort kein schlimmer Unfall mehr ereignet.

Rechnet man die Unfälle mit Schwerverletzten und Todesopfern zusammen, so ist diese Zahl im abgelaufenen Jahr unter die Marke von 100 gerutscht. 97 Menschen wurden bei Unfällen schwer verletzt oder getötet. Auch hier lohnt ein Blick zurück: Im Jahr 2003 trugen noch 202 Menschen schwere Verletzungen davon oder starben. „Die bessere Sicherheit der Autos hat zum Absinken beigetragen.“, sagt Preuß. Er wünscht sich, dass dieser schlimme Wert dauerhaft unter der 100er-Marke bleibt.

„In diesem Jahr werden wir uns weiter auf die Verringerung der schweren Unfälle konzentrieren“, kündigte Meyer an. Beispielsweise werde man im April wieder einen Blitzermarathon durchführen. Und auch das Thema Zweiräder werde einen Schwerpunkt bilden.

Und da hat sich in Gifhorn ein Unfallschwerpunkt gebildet. An der Kreuzung Calberlaher Damm/Bergstraße/Lehmweg waren acht Radfahrer in Unfälle verwickelt.

Von Jens Schopp

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