Feuerwehrverbandstag in Gifhorn: Wehren hatten im Sommer Konjunktur

Viel Arbeit für die Retter

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Der Brand bei Butting in Knesebeck im August: 300 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Daran erinnerte Kreisbrandmeister Thomas Krok beim Feuerwehrverbandstag in Gifhorn am Sonntag.

Stüde. Musik des Feuerwehrmusikzuges empfing die Feuerwehrleute, Politiker und Ehrengäste bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Gifhorn am Sonntagvormittag in Stüde.

Kreisbrandmeister Thomas Krok berichtete in seinem Rückblick von einem bewegten und arbeitsreichen Jahr. Das Jahresmotto „Feuerwehr! – Gemeinsam sind wir stark“ traf auf das Jahr zu. Denn es galt eine Fülle von kleinen und großen Schadenereignissen zu bewältigen. Informationen müssen bei Einsätzen blitzschnell ausgewertet werden und Entscheidungen getroffen werden.

Krok erinnerte in diesem Fall an den Großbrand bei Butting in Knesebeck. Dort waren bis zu 300 Freiwillige Feuerwehrleute und Berufsfeuerwehrleute im Einsatz.

Der Kontakt zu den benachbarten Landkreisen und Kreisfeuerwehrverbänden müsse weiterhin gefördert und erhalten bleiben. So gibt es auch gemeinsame Übungen mit den Nachbarn. Dies erfolgt auch gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel, damit im Einsatzfall genügend Kräfte zur Verfügung stehen. Das Stichwort hierfür heißt: „Tagesalarmstärke“.

Die beiden Feuerwehrbereitschaften des Landkreises die auch überörtlich eingesetzt werden können, müssen sich im Einsatzfall 24 Stunden selbst versorgen. „In anderen Bundesländern sogar 48 Stunden“, so Krok.

Einige Mitglieder wurden beim Verbandstag ausgezeichnet. Zu Gast waren auch Landrat Andreas Ebel (2.v.l.) sowie SPD-Landtagsabgeordneter Tobias Heilmann (2.v.r.).

Im Schlusswort sagte Krok: „Ich bin stolz auf alle Feuerwehren im Landkreis und ein großes Dankeschön für die ständige Einsatzbereitschaft.“ Auch Landrat Andreas Ebel dankte den Freiwilligen in seinem Grußwort. „Im Juli und August war Hochkonjunktur mit durchschnittlich sechs Einsätzen pro Tag. Wir haben jetzt 120 Mitarbeiter des Landkreises für Großeinsätze verpflichtet“, so Ebel.

Kreisbrandschutzerzieher Jörg Dannheim hat mit seinem Team über 500 Schulungen vom Kindergarten bis zu den Senioren vorgenommen. „Kinder sollen bewusst an die Gefahr mit Streichhölzern und Feuer herangeführt werde“, so Dannheim.

„Musik ist nicht alles, aber alles ohne Musik ist nichts“, erläuterte Kreisstabführer Bernd Hüllmer für die Musiker.

Die personelle Situation im Landkreis: Es gibt 4408 aktive Mitglieder – davon 616 Frauen – in 102 Feuerwehren, 39 Mitglieder bei der Werkfeuerwehr Conti-Teves und 509 Musiker. 1073 Mitglieder zählen die 71 Jugendfeuerwehren. Über 600 Mitglieder sind in Kinderfeuerwehren. „Auch die Frauen stehen ihren ‘Mann’, sie sind herzlich willkommen“, so Krok.

Gewählt wurde auch: Matthias Klose ist nun Kroks Stellvertreter, die Kasse führt Hartmut Blötz, Schriftführerin ist Eva Barkmann-Kölsch.

Günter Erxleben aus Erpensen wurde mit dem silbernen Abzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes geehrt. Die Ehrennadel des Landes in Gold bekam Matthias Klose (Wettmershagen), in Silber Klaus Henneike (Stüde), Frank Kastenhuber (Radenbeck) und Stefan Kahrens (Schneflingen). Die Auszeichnung des Kreisverbandes in Silber erhielt Jens Zirbes (Wasbüttel) und die in Bronze Dieter Wolske (Bokel).

Von Bernd Behrens

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