Feuerwehren und DRK aus dem Landkreis bekommen Hochwassermedaille für überregionale Hilfe im vergangenen Jahr

Verspätete Auszeichnung für Fluteinsatz

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Landrätin Marion Lau ehrte die Feuerwehren aus Wesendorf (im Uhrzeigersinn von oben links), Ohrdorf, Brome, Altendorf, Wahrenholz und Pollhöfen. Fotos: Ohse

Gifhorn. Terminprobleme hatten es nicht anders zugelassen: 184 Feuerwehrleute und 28 Mitglieder des DRK aus dem Landkreis Gifhorn erhielten am Freitagabend die Hochwasser-Medaille der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – für 2013.

Landrätin Marion Lau überreichte die Auszeichnung in der „guten Stube des Landkreises“, dem Rittersaal des Gifhorner Schlosses, und hob sie die Verdienste der ehrenamtlichen Helfer – darunter viele aus dem Nordkreis – hervor.

Dabei skizzierte sie, was vor mehr als einem Jahr passierte: „Der Fluss sieht harmlos aus, doch im Juni letzten Jahres spitzte sich die Hochwasserlage an der Elbe zu“, erinnerte sie. Am Morgen des 6. Juni um 6 Uhr sei es für die Feuerwehrkräfte des Landkreises losgegangen, erinnerte Ehrenkreisbrandmeister Willi Aldinger. Neun Feuerwehrleute aus der Ortswehr Ummern halfen im Landkreis Celle, die übrigen 175 Ortswehrmitglieder, die in erster Linie aus dem Nordkreis kommen, fuhren in den Landkreis Lüneburg und in das benachbarte Sachsen-Anhalt, um dort gegen das Hochwasser zu kämpfen. Die Rotkreuzhelfer wurden in Lostau, Dahlenburg und Dannenberg eingesetzt.

Ein 48-Stunden-Einsatz war zunächst anvisiert, nach der Hälfte jedoch kam die Entwarnung. „Die Einsatzkräfte konnten den Heimweg antreten“, sagte Aldinger, der damals als Kreisbrandmeister selbst im Einsatz war.

„Sie sind ein anschauliches Beispiel für Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit“, lobte Lau die anwesenden ehrenamtlichen Helfer. „Sie haben den Menschen dort gezeigt, dass sie nicht allein sind und ihnen Hoffnung gegeben. Das haben wir nicht vergessen.“ Den Wunsch der beiden Ministerpräsidenten, den Helfern Medaille und Urkunden zu verliehen, bezeichnete die Landrätin, im Landkreis die oberste Katastrophenschützerin, als eine der „erfreulichsten Aufgaben“ ihres Amts. „Es geht um den Dienst an der Gemeinschaft, und Sie haben es getan“, sagte sie.

„Sie haben den Dienst am Nächsten neben ihrem Hauptberuf erfüllt. Dazu haben Sie im Hintergrund ihre Familie, die Sie unterstützt“, hob DRK-Kreisgeschäftsführer Stephan Klauert hervor. „Nur so funktionierte eine Gesellschaft. Man kann beruhigt schlafen bei solch engagierten Menschen.“ Seitens des DRK war vor allem die Wasserwacht eingesetzt, dazu weitere Teile der Bereitschaft. Für die meisten Einsatzkräfte war es der erste Hochwassereinsatz.

Nach der Ehrung gab es einen Imbiss im Kaminzimmer des Schlosses. Die Wehren aus Hankensbüttel, Knesebeck und Vorhop, die ebenfalls geehrt werden sollten, konnten am Freitagabend nicht dabei sein.

Von Burkhard Ohse

Die Bilder von der Ehrung

Feuerwehren und DRK bekommen Hochwassermedaille

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