Landkreis: Bei der Straßenverkehrsbehörde müssen die Kunden manchmal bis zu zwei Stunden warten

Verkehrsamt an Kapazitätsgrenze

Das Gebäude für das Straßenverkehrsamt des Landkreises ist in den 80er Jahren gebaut worden. Schnell stellte sich damals heraus, dass es zu klein dimensioniert ist.
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Das Gebäude für das Straßenverkehrsamt des Landkreises ist in den 80er Jahren gebaut worden. Schnell stellte sich damals heraus, dass es zu klein dimensioniert ist.

Landkreis Gifhorn. Spontan bei schönem Wetter das Motorrad oder Cabriolet bei der Gifhorner Straßenbehörde anzumelden, kann im Wartemarathon enden. Manchmal indes können die Kunden der Zulassungsstelle des Landkreises auch fast ohne Wartezeit bedient werden.

Erst recht, wenn sie vorher einen Termin vereinbart haben. Eine Optimierung des Service’ im Straßenverkehrsamt war Thema im Ausschuss für Verkehr.

„Es gibt zum Teil sehr lange Wartezeiten“, sagte Kreistagsmitglied Walter-Gerd Stubbe (CDU). An die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann gerichtet, fragte er, ob es durch bauliche oder planerische Überarbeitung möglich sei, eine zügigere Bedienung der Kunden zu erreichen. Ein Thema, das seit Jahren immer mal wieder aufkommt.

Wißmann räumte ein, dass es durchaus zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden kommen könne. „Insbesondere dann, wenn in der allgemeinen Urlaubs- und Ferienzeit noch Krankheitsfälle auflaufen“, so Wißmann nach der Sitzung auf Nachfrage des IK. Man habe im Laufe der Jahre Verbesserungen erzielt. Als die Zulassungsstelle in den 80er Jahren „Im Heidland“ gebaut wurde, sei damals schnell klar gewesen, dass sie zu klein ausgelegt sei. Anbauten seien möglich, nur sei es eben schwierig vorherzusagen, wie sich die Anmeldezahlen entwickelten. Vor allem vor dem Hintergrund des allgemeinen Bevölkerungsrückgangs. Der sei aber nicht das einzige Kriterium. Auch die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage spiele eine wichtige Rolle. „Wird die wirtschaftliche Lage schlechter, fahren die Leute ihr Auto länger, ehe sie sich ein neues kaufen oder sie schaffen ihren Zweitwagen ab“, so Wißmann.

Durchschnittlich werden in der Behörde des Landkreises 240 Kunden am Tag gezählt. 33 Mitarbeiter kümmern sich. Sie bearbeiten neben Neuzulassungen sowie Ab- und Ummeldungen auch die Er- oder Wiedererteilung von Fahr-Erlaubnissen, die Ausgabe von Führerscheinen oder die Genehmigung von Schwertransporten. „Die Masse der Kunden kommt aber mit Nummernschildern unterm Arm in die Behörde“, weiß Wißmann.

Von Jens Schopp

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