Tuch über Tempomesser gilt als Ordnungswidrigkeit

Verdeckter Blitzer: Tätern droht Geldstrafe

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Ohne Effekt: Die verhängte Geschwindigkeitsmessanlage an der K 114 war nicht in Betrieb. Das Bedecken des Blitzers mit einem Tuch könnte für den Verursacher ein Nachspiel haben.

mj Gifhorn. Entspannt zurücklächeln konnten am Wochenende die Autofahrer auf der K 114 zwischen Gifhorn und Wolfsburg. Dort, wo sonst die Kamera im Blitzer besonders eilige Fahrer knipste, grinste ein Gesicht von einem weißen Tuch herab.

„Dummheit. Die Mühe hätte sich der Autofahrer sparen können“, meint Thomas Reuter, Sprecher der Gifhorner Polizeiinspektion. Schließlich sei die Anlage an der K 114 schon länger nicht mehr in Betrieb. Das Verdecken habe in diesem Fall also keinen Effekt gehabt, so Reuter.

Auch wenn die Blitzer nicht in die Verantwortung der Ordnungshüter fallen („Das ist originäre Aufgabe des Landkreises“), warnt der Polizeisprecher davor, Hand an die Geschwindigkeitsmessanlagen zu legen. „Alle Anlagen sind alarmgesichert. Bei einer Sachbeschädigung wird dies gemeldet, und es kann sein, dass der Täter auf frischer Tat erwischt wird“, so Reuter.

Das Verhängen eines Blitzers mit einem Tuch sei noch keine Sachbeschädigung. Eher „grober Unfug“. Wegen einer Ordnungswidrigkeit müssten die Verursacher bei ihrer Überführung mit einem Verwarngeld rechnen.

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