Wegen Missbrauch von Kindern und Misshandlung von Schutzbefohlenen

Urteilsverkündung im Verfahren um Gifhorner Wohngruppe

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Ein Mann und eine Frau sollen in einem Gifhorner Wohnheim Kinder schwer misshandelt haben. Jetzt wird das Urteil erwartet.

Hildesheim. In dem Strafverfahren gegen einen 57-jährigen Mann und seine 61-jährige Ehefrau soll am 8. Oktober um 11 Uhr in Saal 134 des Landgerichts Hildesheim das Urteil verkündet werden.

pm Gifhorn/Hildesheim. Nach mehr als 30 Hauptverhandlungstagen wird das seit dem 9. Januar 2020 laufende, umfangreiche Verfahren vor der 3. großen Strafkammer des Landgerichts Hildesheim damit zum Ende kommen. Den Angeklagten wurde seitens der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, als Betreuer und Leiter einer familienanalogen Wohngruppe für hilfsbedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für die sie die Fürsorge und Obhut ausübten, mehrere Straftaten begangen zu haben. Der 57-jährige soll in zwölf Fällen einen sexuellen Missbrauch von Kindern und in vier Fällen eine schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen begangen haben. Die 61-jährige Angeklagte soll in sieben Fällen eine schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen begangen haben, wobei ihr hauptsächlich vorgeworfen wurde, Tathandlungen ihres Ehemannes trotz eigener Fürsorgepflichten gebilligt zu haben und nicht eingeschritten zu sein. In dem Verfahren ist zu einem nicht unerheblichen Teil der Beweisaufnahme die Öffentlichkeit im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre einzelner Verfahrensbeteiligter ausgeschlossen worden. Aufgrund dessen fanden auch die Plädoyers unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Konkrete Inhalte aus dem nichtöffentlichen Teil der Hauptverhandlung können daher nicht mitgeteilt werden. Die Urteilsbegründung wird nach aktuellem Stand öffentlich stattfinden.

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