Gifhorn: Ein wenig Wehmut und viel Vorfreude / Problemlose Transporte

Umzug ins neue Klinikum

Auf selbst gebauten Rampen ging es für das Inventar in die Umzugswagen. Fotos: Ohse

Gifhorn. Es war schon ein wenig Wehmut dabei, doch auch und überwiegend viel Vorfreude.

„Gerade die älteren Mitarbeiter, die bald in den Ruhestand gehen, trauern dem alten Arbeitsplatz nach, doch die meisten freuen sich uneingeschränkt auf das neue Gebäude“, sagte Beate Bergmann, Pressesprecherin des Klinikums Gifhorn, das am vergangenen Wochenende umzog.

Problemlos und zügig ging der größte Umzug im Landkreis in diesem Jahr vonstatten, vor allem für die Patienten sollte es schonend ablaufen. „Wir haben noch einige Patienten in andere Kliniken verlegt oder nach Hause entlassen, wenn es möglich war, Notfälle, soweit möglich, in Wolfsburg aufnehmen lassen“, erklärte Bergmann. Daher mussten lediglich etwa 120 statt der geplanten 260 Patienten umziehen. Uwe-Hermann Lampe war einer von ihnen. Der Braunschweiger war kürzlich vom Dach seines Wochenendhauses in der Heide gefallen, musste sich einer Rücken-Operation unterziehen. An Entlassung war nicht zu denken, doch Lampe nahm es locker. Ihm gefiel es schon im Altgebäude sehr gut, schätzte die letzte Mahlzeit. Wie er wurde jeder Patient vom alten Gebäude in das neue Klinikum von einer Schwesterschülerin begleitet. „Wir bringen zuerst die internistischen, dann die urologischen und zuletzt die infektiösen Patienten in das neue Gebäude“, erläuterte Bergmann den von Dr. Gert Hobbensiefken detailliert vorbereiteten Ablauf.

Die Fahrzeuge, nach jedem Transport gereinigt und desinfiziert, fuhren die Patienten liegend von Schleuse zu Schleuse. Die hatten die 20 Mitarbeiter des THW aufgebaut, erklärte Olaf Daratha vom THW. Sie nahmen wie die 50 Ehrenamtlichen des DRK die Patienten nach dem Abschied in der Bergstraße an der Bromer Straße in Gifhorn in Empfang. „Wir haben 22 Fahrzeuge im Einsatz, beteiligt sind auch die Bereitschaften Wesendorf, Wahrenholz und Isenhagener Land“, erklärte SEG-Leiter Horst Kraemer. Die Transporte verliefen unproblematisch, Polizei und Feuerwehr assistierten, bekamen aber wenig zu tun. „Nicht anstrengend“, lautete auch das Urteil von Lampe, der sich von der „netten Begleitung“, Schwesterschülerin Laura Tietge, gleich die Fernbedienung seines neuen Bettes und Funktionen von Telefon und Fernseher erklären ließ. „Hell, freundlich, angenehm“ fand er das neue Zimmer, und die moderne Technik fiel ihm gleich auf. „Fast wie im Hotel“, urteilte er, ebenso wie im alten Gebäude.

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Von Burkhard Ohse

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