Wasserverband Gifhorn erhöht örtlich auch die Abwasserpreise

Trinkwasser wird teurer

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Wasser wird vielerorts im Landkreis Gifhorn teurer, Müll nicht. Fotos: picture-alliance/dpa

bo/spe Landkreis Gifhorn. Die Bürger im Landkreis Gifhorn müssen sich für 2012 und 2013 auf höhere Wasserkosten einstellen.

Der Wasserverband Gifhorn beschloss gestern bei seiner Verbandsversammlung in Isenbüttel eine Anhebung der Trinkwasserpreise sowie – für die meisten Kommunen – auch höhere Abwasserpreise. Die Einwohner der Samtgemeinde Wesendorf dürfen sich allerdings sogar über niedrigere Kosten beim Abwasser freuen. „Die alte Kalkulationsperiode läuft Ende 2011 aus. Nach zwei Jahren konstanter Preise sind jetzt in einigen Kalkulationsbereichen Anpassungen erforderlich“, erläuterte Verbandsvorsteher Klaus Wegmeyer, der gestern nach 37-jähriger Verbandstätigkeit aus dem Amt schied und den Stab an Heinrich Wrede (Meinersen) weitergab.

So steigt der Preis für das Trinkwasser von 56 auf 59 Cent pro Kubikmeter. Nach Angaben des Wasserverbandes bedeutet das für einen Durchschnittshaushalt Mehrkosten von 3,2 Prozent.

Beim Abwasser gibt es separate Kalkulationen für jede Samtgemeinde im Verbandsgebiet. Am stärksten fällt die Steigerung in der Stadt Wittingen aus. Pro Kubikmeter werden hier künftig 2,16 statt 2,04 Euro fällig – eine Teuerung von 4,7 Prozent. In der Samtgemeinde Hankensbüttel steigt der Preis von 2,03 auf 2,09 Euro pro Kubikmeter, was plus 2,2 Prozent entspricht.

Steigerungen gibt es auch in der Samtgemeinde Papenteich sowie in der Gemeinde Wendeburg. In den Samtgemeinden Meinersen und Isenbüttel sowie in der Gemeinde Sassenburg bleiben die Preise weitere zwei Jahre unverändert.

Derweil fällt der Abwasserpreis in der Samtgemeinde Wesendorf von 1,66 auf 1,46 Euro pro Kubikmeter – eine Senkung um 8,4 Prozent. „Die angekündigten Synergieeffekte nach der Übernahme der Kläranlage in die Regie des Verbandes sind eingetreten“, freute sich Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn.

Höhere Kosten müssen hingegen auch die Besitzer von Kleinkläranlagen verkraften. Für die Entsorgung des Schlammes steigt der Preis von 73,94 auf 83,24 Euro pro Kubikmeter, bei Sammelgruben sind es statt 23,34 künftig 36,78 Euro pro Kubikmeter.

Kleiner Lichtblick für alle von Preissteigerungen betroffenen Haushalte: Der Umweltausschuss des Landkreises Gifhorn folgte gestern Nachmittag dem Vorschlag der Verwaltung, die Kosten für die Müllabfuhr konstant zu halten. Der Kreistag muss das nun noch absegnen.

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