1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Gifhorn

Tourismus-Boom im Kreis

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Das Schulmuseum Steinhorst ist einer der Besuchermagneten im Landkreis Gifhorn. Bis November 2011 gab es in der Region eine Steigerung auf insgesamt 345 000 Übernachtungen. Foto: Schimpf

Landkreis Gifhorn. Auch der nass-kalte Sommer konnte die Bilanz nicht trüben: Der Landkreis Gifhorn hat im vergangenen Jahr einen wahren Tourismus-Boom erlebt.

Bis Ende November 2011 – amtliche Zahlen bis zum Jahresende liegen noch nicht vor – verzeichnete die Urlaubsregion 345 000 Übernachtungen. „Das ist eine Steigerung von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr“, freut sich Marlis Duda, Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft Südheide Gifhorn.

In der Region gab es im zurückliegenden Jahr rund 2,8 Millionen Tagestouristen. Herausragende Anziehungspunkte waren wieder das Otter-Zentrum in Hankensbüttel und das Mühlenmuseum in Gifhorn. Aber auch das Schulmuseum in Steinhorst lockte zahlreiche Besucher an.

Insgesamt stehen den Gästen im Kreis Gifhorn 4118 Schlafgelegenheiten in 91 Betrieben zur Verfügung. In dieser Statistik sind neben den gewerblichen Betrieben ab neun Betten seit dem Jahr 2010 auch die touristischen Schlafgelegenheiten auf Campingplätzen enthalten.

Die vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie erhobenen Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die gewerblichen Betriebe mit mehr als neun Betten. Seit Januar 2012 gilt jedoch eine Anhebung von neun auf zehn Betten. „Übernachtungen in privaten Quartieren und der sogenannte "Sofatourismus‘, also der Verwandten- und Bekanntenbesuch, sind in diesen Zahlen nicht erhalten und werden auch nicht erfasst“, bedauert Duda.

In der neuen Saison werde die Südheide Gifhorn den Fokus auf den Bustourismus richten, erklärt sie. Die Region sei seit Jahren als Ziel für Tagesfahrten und Kurzreisen bei Bustouristikern bekannt. Mühlenmuseum und Otter-Zentrum sorgten in der Region für ein touristisches Profil und damit bei Anbietern von Busreisen für Interesse an weiteren Attraktionen.

Die Direktvermarktung bei Busunternehmen gehört nach den Worten von Marlis Duda zu den erfolgversprechendsten Wegen, Kunden zu binden oder zu gewinnen. So hat Jörn Pache, Ansprechpartner bei der Südheide Gifhorn für die Busbranche, in diesem Jahr bereits mehr als zehn Busunternehmen von Bremen bis Kassel besucht, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen. „Geplant ist darüber hinaus ein Workshop für unsere Leistungsträger zu Chancen und Risiken der Bustouristik“, kündigt Marlis Duda an.

Von Bernd Schossadowski

Auch interessant

Kommentare