Taucher bergen 55-jährigen Ertrunkenen / Polizei: „Ein tragischer Unglücksfall“

Toter im Tankumsee

Auch in den vergangenen Tagen herrschte am Tankumsee bei Isenbüttel Hochbetrieb. Jetzt sorgt die Nachricht, dass dort ein 55-jähriger Braunschweiger ertrunken ist, für Entsetzen. Foto: Ohse

Isenbüttel. Es sollte ein unbeschwerter Sommertag am Tankumsee sein, doch er endete mit einer Tragödie: Ein 55-jähriger Braunschweiger ist nach Polizeiangaben am Montag beim Baden in dem bei Isenbüttel gelegenen See ertrunken.

Taucher der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des DRK-Kreisverbandes Gifhorn bargen die Leiche des Mannes um Montag gegen 22. 50 Uhr aus dem Wasser.

„Es war ein tragischer Unglücksfall. Der Mann ist ertrunken, möglicherweise aufgrund einer Vorerkrankung. Es gibt keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden“, sagt Thomas Reuter, Pressesprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, im IK-Gespräch. Der 55-Jährige sei seit dem frühen Nachmittag vermisst worden. Mitarbeiter der Tankumsee-Betriebsgesellschaft hatten der Polizei gegen 14 Uhr mitgeteilt, dass herrenlose Bekleidungsstücke und ein Autoschlüssel am nördlichen Ufer des Sees lagen. In der Bekleidung wurde laut Polizei eine Parkkarte gefunden. Der Autoschlüssel konnte einem geparkten Pkw auf dem Tankumsee-Parkplatz zugeordnet werden.

Schließlich erreichten die Beamten einen Verwandten des Fahrzeughalters. Dieser bestätigte, dass der 55-jährige Braunschweiger tatsächlich zum Tankumsee gefahren war. Zudem habe der Verwandte angegeben, dass der Vermisste starker Diabetiker sei, so Reuter. Im Auto des Mannes sei Insulin gefunden worden. Deshalb suchten sowohl im Uferbereich als auch im See zahlreiche Spezialkräfte nach dem Mann.

„Es waren 21 Einsatzkräfte von SEG und DLRG mit zwei Booten vor Ort“, sagt Horst Kraemer, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe des DRK, auf IK-Anfrage. Auch ein Polizeihubschrauber aus Hannover, zwei Polizeireiter mit ihren Pferden aus Braunschweig, mehrere Polizeihunde und sechs Taucher der SEG waren an der Suche beteiligt. Am späten Abend schlug ein Leichenspürhund schließlich im See, etwa 30 Meter vom südwestlichen Ufer entfernt, an. „Einer unserer Taucher hat den Mann dann gegen 22.50 Uhr in elf bis zwölf Metern Tiefe tot aufgefunden und geborgen“, schildert Kraemer.

Seiner Ansicht nach hat der 55-Jährige versucht, quer durch den Tankumsee zu schwimmen. „Er ist vermutlich beim Seehotel ins Wasser gegangen und wollte einige hundert Meter weiter auf der anderen Seite des Sees wieder herauskommen.“ Möglicherweise, so Kraemer, hätten den Mann unterwegs die Kräfte verlassen.

Von Bernd Schossadowski

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