Fröhliches Programm beim Frauenfest im Gifhorner Schloss / Etwa 190 Gäste

Tönen, Theater und Tanz

Anja Alisch sang beim Frauenfest im Rittersaal zu den Klängen von Hanka Bierwirth. Foto: Ohse

Landkreis Gifhorn. „Die Frauenquote stimmt schon mal“, stellte Anja Alisch fest. 100 Prozent der Gäste im Publikum waren weiblich.

Zum Frauenfest anlässlich des Internationalen Frauentages waren die Damen aus allen Teilen des Landkreises am Donnerstagabend im Rittersaal des Gifhorner Schlosses unter sich. Und das sehr gerne, denn die Eintrittskarten waren im Handumdrehen ausverkauft, sagte Christine Gehrmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und Organisatorin des Fests. Mit den 190 Gästen war der Rittersaal auch am Rand seiner Kapazitäten angelangt.

Zuerst wurde „getönt“. Die beiden Heilpraktikerinnen Martina Kracht und Elisabeth Dircksmeyer ließen die Gäste im Chor einen Vokal summen mit variabler Lautstärke bis zur Stille. Danach durfte gelacht werden. Anja Alisch und ihre Theaterkolleginnen Kerstin und Lisa Gewinner setzten in ihrem Stück verschiedene Themen in Szene, vor allem in Bezug auf Arbeit.

Denn bei allem Spaß hat der Internationale Frauentag, der zum 14. Mal mit einem Frauenfest in Gifhorn gekrönt wurde, auch einen ernsten Hintergrund, wie Christine Gehrmann betonte. „Noch immer gibt es für Frauen oft nicht gleiches Geld für gleiche Arbeit“, mahnte sie. Zudem wirken sich Erziehungszeiten immer noch negativ aus, vor allem für Frauen, und es sitzen immer noch kaum Frauen in Führungspositionen, kritisierte sie. Das Thema Arbeit werde auch bei einer Ausstellung im Kreishaus II im Mittelpunkt stehen, die am 12. März eröffnet wird, fügte Gehrmann hinzu. Frauenmeinungen über das, was Arbeit für sie bedeutet, werden dort zu lesen sein.

Bezogen auf das Thema Arbeit spielten Anja Alisch sowie Kerstin und Lisa Gewinner im Rittersaal Szenen aus dem Arbeitsamt, aber sie nahmen auch die Frauen selber aufs Korn: zum Beispiel beim Kauf von Kleidung in einer Boutique, während der Mann vor der Tür wartet, bis die Frau alle Farben durch hat, um am Ende bei Schwarz zu landen. Oder beim Überfall mit einem Fensterreiniger auf ein Geschäft für Herrenunterwäsche. Komik gab es dabei genug.

Anja Alisch fügte mit Klavierbegleitung von Hanka Bierwirth noch ein Lied über Frauenpower hinzu. Nach den Auftritten gab es feine Kost vom Schlossrestaurant Zentgraf. Danach ließ DJane Sandra Barrenscheen den Plattenteller glühen. „Wir werden tanzen, bis die Socken dampfen“, kündigte Gehrmann an. Zudem gab es an den Tischen viel zu reden, um sich auszutauschen und weitere Kontakte zu knüpfen.

Von Burkhard Ohse

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