Mindestens 100 000 Euro Sachschaden / Drei verletzte Feuerwehrleute

Tödliches Feuer am Erikasee

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Mit einer Wasserwand schützte die Feuerwehr ein Nachbargebäude des brennenden Hauses.

Wilsche. Großbrand von zwei Ferienhäusern und zwei Wohnwagen mit tödlichem Ausgang und drei verletzten Feuerwehrleuten: Das Feuer auf dem Campinglatz am Erikasee bei Wilsche wurde am frühen Sonntagmorgen gegen 3. 30 Uhr gemeldet.

Aus bislang ungeklärtem Grund brach der Brand in einem Massivholz-Ferienhaus eines etwa 65-jährigen Bewohners aus. Der Mann konnte sich nicht mehr ins Freie retten und verbrannte im Gebäude. Rechts von dem Haus standen zwei Wohnwagen mit Vorzelt dicht beieinander, die auch sofort in Brand gerieten. Laut Polizei wurde einer zerstört, einer schwer beschädigt. In einem links von dem brennenden Gebäude stehenden Ferienhaus wurde ein 86-Jähriger von Nachbarn geweckt und gerettet. Der Mann kam bei Verwandten unter.

Das Feuer griff dann auch auf dieses Gebäude über und zerstörte es vollständig. Die Hitzeentwicklung der brennenden Gebäude war enorm.

Die alarmierten Feuerwehren aus Gamsen, Wilsche und Neubokel waren schnell trotz teilweiser eisglatter Fahrbahn am Ort. Auch durch den massiven Einsatzes von zwei B-Rohren und fünf C-Rohren waren die Gebäude und Wohnwagen nicht zu retten. „Ein drittes Gebäude konnten wir gerade noch schützen durch den Einsatz einer Wasserwand“, berichtet Einsatzleiter Uwe Reuß. Nach knapp zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle, eine Ausbreitung wurde verhindert. Die Löscharbeiten dauerten laut Polizei bis zirka 8.30 Uhr an. Auf der Rückseite der Gebäude stand ein Geräteschuppen, der erst mit einer Kettensäge geöffnet werden musste, um ihn abzulöschen. In dem Holzgebäude flammte der Brand durch Brandnester zwischen Isolierung und Außenwand. immer wieder auf. Die Verkleidung wurde deshalb geöffnet.

Im Einsatz waren rund 66 Feuerwehrleute, davon 20 unter Atemschutz, die mehrfach eingesetzt wurden. Rettungswagen mit Notarzt und später die Schnelleinsatzgruppe des DRK waren ebenfalls vor Ort. Die Polizei nahm während des Geschehens ihre Ermittlungen auf. Bis Redaktionsschluss bleib die Identität des Toten unbekannt. Eine Obduktion soll heute Aufschluss geben. Auch die Brandursache blieb bis zum Abend unklar.

Nach ersten Schätzungen beträgt die Gesamtschadenshöhe mindestens 100 000 Euro.

Von Bernd Behrens

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