Geschäfte im Kreis verzeichnen unterschiedlich viel Andrang

Teils schleppend, teils gut

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind inzwischen gelockert. Für einige Händler läuft das Geschäft dennoch eher schleppend. Symbolfoto: dpa
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Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind inzwischen gelockert. Für einige Händler läuft das Geschäft dennoch eher schleppend. Symbolfoto: dpa

Landkreis Gifhorn – Wie läuft es bei den Geschäften, seitdem die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gelockert wurden? Auf IK-Anfrage äußern sie sich unterschiedlich dazu.

Der Wittinger Drogerieinhaber Karl Eggers empfindet das Geschäft bisher als schleppend: „Shopping im klassischen Sinne gibt es nicht.“ Seiner Erfahrung nach würden die Menschen eher bewusst einkaufen, wenn sie etwas Bestimmtes brauchen. Es sei eine gewisse Verunsicherung und Zurückhaltung zu spüren. Besonders, da viele Arbeiter von Kurzarbeit betroffen seien, werde momentan eher gespart. „Die Umsätze sind deutlich zurückgegangen“, so Eggers.

Auch Thomas Wittpennig, Inhaber von Wittpennig Mode Sport in Wittingen, merkt, dass momentan weniger Menschen einkaufen. „Eigentlich ist für uns jetzt Hoch-Zeit. Da Konfirmationen und Feierlichkeiten ausgefallen sind, haben wir deutlich weniger zu tun.“ Um etwa 60 Prozent sei das Geschäft zurückgegangen. Die Stammkundschaft komme dafür weiter regelmäßig. Wittpennig fällt besonders auf, dass die Verkaufszahlen produkt- und branchenabhängig sind. „Alles, was mit dem Thema Laufen zu tun hat, ist schnell ausverkauft.“ Er schätzt, dass viele Menschen aktuell mehr Zeit für Sport haben. Aus Gesprächen mit Kollegen in Hamburg habe er Ähnliches gehört. Besonders Sportartikel, Blumen und Pflanzen sowie Artikel in Baumärkten würden geradezu boomen. Wer zuhause bleiben müsse, habe momentan wohl mehr Zeit um sich um Garten und Haus sowie Sport und Freizeit zu kümmern. Das Jahr werde dennoch ein knappes Brett. Zwar hofft er auf baldige Besserung, er geht jedoch davon aus, dass die momentane Lage noch einige Zeit so bleiben wird.

Gut zu tun hat hingegen Heinrich Lilie mit seinem Fahrradgeschäft in Knesebeck. Das Geschäft mit den Zweirädern lief bereits vor der Corona-Krise gut. „Fahrradfahren liegt momentan im Trend“, so der Inhaber. Dass die Menschen aktuell mehr Freizeit haben, spiele mit Sicherheit eine weitere Rolle. Auch im Servicebereich sehe es gut aus. Positiv sei zudem, dass die Kunden sich sowohl an die Abstandsregeln als auch an die Maskenpflicht fast durchgängig halten.

Leichte Zuläufe verzeichnet auch das DRK, das unter anderem in Wittingen den „Treffpunkt Henri“ betreut. Roland Strehmel von der Unternehmenskommunikation sieht einen positiven Trend: „Wir merken mehr Zulauf als noch vor einiger Zeit.“ Er glaubt, dass Kunden, die auf etwas angewiesen sind, sich nicht vom Einkaufen abbringen lassen. Beim „Treffpunkt Henri“ ist die Kundschaft auf das Angebot angewiesen.

VON MAX A. MORRISON

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