Kanu von 20-Jährigem von Böe erfasst und gekentert

Tankumsee: Vater rettet Sohn

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Das verunfallte Boot wurde von der Feuerwehr am Ufer des Tankumsees abgelegt.

Isenbüttel – Es war zwar nur ein kleines Kanu, das am Samstagmittag weit weg vom Ufer auf dem Tankumsee kenterte, dennoch rückten 40 Aktive der Ortswehren aus Isenbüttel und Calberlah aus. „Es ging um ein Menschenleben“, erklärte der Einsatzleiter Oliver Beyer.

Bei starkem Wind war das Kanu eines 20-Jährigen von einer Böe erfasst worden und kenterte.

Sein Vater, der den Unfall vom Ufer aus beobachtete hatte, alarmierte die Rettungskräfte, als er sah, dass sein Sohn nicht aus eigener Kraft wieder in das Boot kam, berichtete die Polizei. Danach setzte sich der 58-Jährige selber in ein Boot und ruderte zu seinem Sohn, der sich an das gekenterte Boot klammerte. Zehn Minuten nach dem Unfall zog er ihn aus dem Wasser und brachte ihn an Land.

Die dort schon wartenden Rettungssanitäter sorgten dafür, dass sich der Verunfallte aufwärmen konnte. Ins Krankenhaus gefahren werden musste er nicht. Das Boot wurde von den Feuerwehrleuten per Rettungsboot an Land geholt und beim Vereinsheim des Wassersportclubs an Land gelegt. Die ebenfalls alarmierte DRK-Wasserwacht, die mit einem Boot und zwei Rettungstauchern auf dem Weg war, wurde nicht mehr benötigt. Zum Zeitpunkt des Unglücks war der See sonst menschenleer.

VON BURKHARD OHSE

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